Der Fremdenverkehr ist im vergangenen Jahr von der Coronakrise bekanntlich hart getroffen worden.
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Chinesische Touristen in Luzern. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Tourismus-Einnahmen in der Schweiz fielen auf den Stand der 1990er-Jahre zurück.
  • Insgesamt brachen die Umsätze im Fremdenverkehr um 47,8 % auf 9,4 Milliarden Franken ein.
  • Aber auch die Schweizer haben während der Pandemie massiv weniger für Ferien ausgegeben.

Das zeigt sich auch in der am Montag vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierten Fremdenverkehrsbilanz. Die Einnahmen aus dem Tourismus fielen auf den Stand von Anfang der 1990er-Jahre zurück. Konkret brachen die Umsätze aus dem Fremdenverkehr hierzulande um 47,8 Prozent auf noch 9,4 Milliarden Franken ein.

Ausgaben für Ferien halbierten sich

Gleichzeitig halbierten sich aber auch die Ausgaben der Schweizer Bevölkerung für Reisen im Ausland nahezu. Sie gab 2020 noch 9,7 Milliarden Franken für Ferien ausserhalb der Landesgrenzen aus. Gemäss den Schätzungen des BFS belief sich der Saldo der Fremdenverkehrsbilanz damit auf -290 Millionen Franken.

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Touristen-Gruppen treffen in Engelberg ein. (Symbolbild) - Keystone

Betrachtet man die Werte zu den ausländischen Gästen im Detail, so nahm deren Zahl ab März 2020 drastisch ab. Damals brach die Pandemie auch in Europa aus. Vor allem die Hotellerie, die 2019 noch einen Rekordwert bei den Logiernächten verzeichnet hatte, wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.

Zahl der Logiernächte sinkt

Die Zahl der Logiernächte von ausländischen Gästen brach 2020 gegenüber dem Vorjahr um zwei Drittel ein. Der Reiseverkehr mit Übernachtungen fiel schliesslich um rekordverdächtige 56,0 Prozent, wie das BFS festhielt.

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Die Folgen der Corona-Pandemie belasten die Schweizer Hotellerie stark. Im April sind die Übernachtungszahlen eingebrochen. - Keystone

Etwas besser sah es bei den Reisen ohne Übernachtungen aus. Hier fiel die Abnahme mit einem Minus von knapp 32 Prozent moderater aus. Für die Schweizer Wirtschaft resultierte daraus trotzdem ein Einnahmerückgang von nahezu 2 Milliarden Franken.

Einnahmen aus Transitverkehr verringert

Am stärksten hielten dem Druck noch die Konsumausgaben der ausländischen Personen mit Grenzgänger- oder Kurzaufenthaltsstatus stand. Diese mussten oder durften nach wie vor in die Schweiz einreisen. Sonstige Einnahmen aus dem Tages- und Transitverkehr verringerten sich infolge der vorübergehenden Schliessung der Grenzen stärker.

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Der Transitverkehr hat sich während der Corona-Pandemie verringert. - AFP/Archiv

Von den 9,7 Milliarden Franken, die die Schweizer im Ausland ausgaben, entfielen deren 57,9 Prozent auf den Reiseverkehr mit Übernachtungen. Die entsprechenden Ausgaben gingen um 57,5 Prozent zurück.

Die Ausgaben für Reisen ohne Übernachtungen, beliefen sich im Jahr 2020 auf 4,1 Milliarden Franken. Dies entspricht gegenüber 2019 jedoch nur einem Rückgang um 27,1 Prozent.

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