Herbst

Wälder sind dem Herbst «zwei Monate voraus»

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Neuchâtel,

Ab 2027 steht weniger Geld zur Verfügung, um Wälder klimatauglicher zu machen. Schon jetzt ist erkennbar, wie schwer sich die Bäume mit der Trockenheit tun.

Wälder
Die Schweizer Wälder verlieren heuer schon früh ihre grüne Farbe. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Wälder nehmen bereits ihre Herbst-Farben an und werden gelb und braun.
  • Grund ist die Trockenheit, die die Bäume bedroht.
  • Das Austrocknen birgt Gefahren für Wanderwege.

Der Bundesrat kürzt die Gelder für eine klimataugliche Aufforstung. Wie am Wochenende klar wurde, hat Umweltminister Albert Rösti diese Mittel aus der Finanzplanung für die kommenden Jahre gestrichen. Ab 2027 stehen sie damit nicht mehr zur Verfügung.

Herbstlicher Anblick

Die Schweiz erlebt derzeit einen aussergewöhnlichen Sommer, in dem mehrere Hitzewellen für sehr hohe Temperaturen und starke Trockenheit sorgen. Letztere hat zur Folge, dass sich einige Wälder bereits in Herbstfarben präsentieren.

Sind dir die Bedingungen zu heiss und trocken?

Auch im Kanton Neuenburg sieht man mit Blick auf die Wälder derzeit viel Gelb und Braun statt Grün.

«Das ist ein ungewöhnlicher Anblick», sagt Förster Irénée Huguenin vom Kantonsbezirk Entre-deux-Lacs zu RTS. «Man sieht, dass wir bereits einen Laubteppich wie im Herbst haben. Wir sind der Jahreszeit zwei Monate voraus.»

Die Farbveränderungen betreffen laut Huguenin vor allem Fichten, Nadelbäume und Buchen. Diese hätten aufgrund des Wassermangels «grosse Probleme».

Die Trockenheit verändert nicht nur die Farbe der Wälder, sondern bedroht auch deren besonders alte Bäume. 80 bis 100 Jahre alte Exemplare könnten innert Monaten sterben, sagte Förster Patrick Ecoffey zu RTS.

Und nicht nur das: «Der Baum kann jederzeit umstürzen. Und das stellt ein grosses Sicherheitsproblem dar.»

Aus diesem Grund sperrte der Förster zuletzt bestimmte Wanderwege. «Das soll die Bevölkerung nicht ärgern», stellt Ecoffey klar. «Sondern vielmehr sensibilisieren und darauf hinweisen, dass eine Gefahr besteht.»

Waldbrandgefahr nimmt zu

Eine Anpflanzung von Baumarten, die mit den aktuellen Bedingungen besser klar kommen, würde Jahre oder Jahrzehnte dauern.

Die Streichung der Bundesgelder komme deshalb zur Unzeit, beklagte der Vorstand der kantonalen Konferenz für Wildtiere, Wald und Landschaft. Die Waldbrandgefahr nehme auch nördlich der Alpen zu.

Kommentare

User #5705 (nicht angemeldet)

wen man wäldwr ausspnt bis die sonne den boden ereicht sollte man sich nicht wundern, 6% licht rwicht bei waldboden umd nicht wie in der schweiz an fielen orten 60%

User #5705 (nicht angemeldet)

so e seich, de wald i minere umgäbig isch grüen und no immer agnehm chüehl, bächli händ wasser und tier sind au ned am hüperfentiliere

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