Britische Corona-Untersuchung: 10 Milliarden verschwendet

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Grossbritannien,

Die britische Zentralregierung und Regionalregierungen haben einer öffentlichen Untersuchung zufolge während der Corona-Pandemie knapp zehn Milliarden Pfund (rund 11,7 Milliarden Euro) beim Einkauf von Schutzausrüstung verschwendet. Das geht aus dem fünften Bericht einer von der pensionierten Richterin Heather Hallett geleiteten Untersuchung hervor, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete.

Covid
Die britische Regierung hat während der Covid-Pandemie Geld für Schutzausrüstung verschwendet. - keystone

Die Verschwendung von Steuergeldern sei «riesig» gewesen, kritisierte Hallett. Sie betrifft dem Bericht zufolge zwei Drittel der für Schutzausrüstung ausgegeben Mittel. Dutzende Millionen seien zudem für unbrauchbare Ausrüstung ausgegeben worden.

Beweise für Vetternwirtschaft oder Korruption fand die Untersuchung demnach nicht. Trotzdem seien mit einer Überholspur für Aufträge, die von Regierungsmitgliedern vermittelt wurden, falsche Prioritäten gesetzt worden. Das sei ein fehlgeleitetes und unfaires System gewesen, das öffentliches Vertrauen in die Beschaffung untergraben habe. Verträge, die so zustande kamen, seien teurer gewesen und hätten mehr Probleme verursacht als diejenigen, die auf herkömmlichem Wege zustande kamen, so der Bericht weiter.

Der chaotische Umgang mit der Coronavirus-Pandemie hatte der britischen Regierung des damaligen Premierministers Boris Johnson grosse Kritik eingebracht. Laut der Johns-Hopkins-Universität in den USA starben im Vereinigten Königreich mehr als 220.000 Menschen mit einer Covid-19-Infektion, bei 24,7 Millionen Infektionen insgesamt.

Der Ex-Premier reagierte nach der Veröffentlichung des Berichts mit Unverständnis. Er brauche keine Belehrung durch eine Untersuchung über den Umgang seiner Regierung mit der Pandemie, so der Ex-Premier laut PA. «Wir haben eine Menge Schutzausrüstung in unglaublicher Geschwindigkeit beschafft und ich bin sehr stolz auf das Ergebnis», sagte Johnson.

Kommentare

User #3747 (nicht angemeldet)

Bei Johnson fällt mir gleich seine Partys ein die er während der C-Zeit gefeiert hat. Natürlich ohne Maske und das versammlungsverbot war- das er veranlasste setzt dem ganzen die Krone auf.

User #4003 (nicht angemeldet)

fakt ist, es hätte gar kein Geld zum fenster heraus geworfen werden müssen

Weiterlesen

Luzern
168 Interaktionen
Heftige Unwetter
Sascha Ruefer
2 Interaktionen
Emotionen

MEHR IN NEWS

Brüssel
Brüssel Brand Lift
Im Lift gefangen
2 Interaktionen
Brüssel
Odessa
2 Interaktionen
Odessa

MEHR CORONAVIRUS

Long Covid
357 Interaktionen
Long Covid
Telemedizin
13 Interaktionen
Studie zeigt
sf
667 Interaktionen
Wegen Hitzewelle
Impfstoff
35 Interaktionen
Studie

MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

6 Interaktionen
London
Matt Damon Oppenheimer London
5 Interaktionen
«Die Odyssee»
Cannabis Hund
57 Interaktionen
Auf Wanderung
4 Interaktionen
London