Die Corona-Pandemie führt zu einer Zunahme von Internet-TV- und Videonutzung in der Schweiz. Dabei sind kostenfreie Streamingdienste am beliebtesten.
Netflix
Das Logo des Streaminganbieters Netflix. Foto: Alexander Heinl/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Internet-TV- und Videonutzung in der Schweiz hat durch die Coronapandemie zugenommen.
  • Besonders bei den über 30- bis 39-Jährigen hat die Entwicklung zugenommen.
  • Live-TV-Programme und kostenfreie Streamingdienste seien am beliebtesten.

Knapp 60 Prozent der TV- und Videonutzung in der Schweiz finden heute im Internet statt. Die Pandemie habe diese Entwicklung besonders bei den über 30- bis 39-jährigen Nutzerinnen und Nutzern stark vorangetrieben. Es wurde ein Anstieg von 61 auf 69 Prozent verzeichnet, schreibt Goldmedia in ihrem «Webmedienmonitor 2021».

Von knapp 200, immer häufiger genutzten Onlinevideo-Angeboten spricht die Forschungsgruppe. Diese hat im Auftrag des Bundesamtes für Kommunikation Bakom die Auswertung erstellt.

Zunahme bei Live-TV-Programmen und kostenfreien Streamingdiensten

Live-TV-Programme und kostenfreie Streamingdienste seien am beliebtesten. Wobei auch die kostenpflichtigen Angebote mit einer Zunahme von 33 Prozent gegenüber 2019 an Popularität gewonnen haben.

Und trotzdem: 34 Prozent der befragten Anbietenden gaben gemäss der Studie an, durch die Pandemie Umsatzverluste erlitten zu haben. Dennoch blicken 54 Prozent aller Anbietenden optimistisch in die Zukunft.

Fernbedienung
Ein junger Mann sitzt mit einer Fernbedienung vor dem Fernseher. (Symbolbild) Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Der Gesamtumsatz lag in der Branche bei rund 160 Millionen Franken. Für das laufende Jahr werde eine Steigerung erwartet, heisst es weiter.

Die Studie zu Onlineaudio- und Onlinevideo-Angeboten in der Schweiz erscheint nach 2017 und 2019 zum dritten Mal. Sie basiert auf einer standardisierten Online-Befragung unter Nutzerinnen und Nutzern sowie allen Anbietenden. Dazu kommt eine qualitative Befragung von Fachleuten aus Verbänden oder Marketing.

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