Roger Federer

    Nach fünf Jahren Schweiz Tourismus ersetzt Federer als Werbeträger

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    Bern,

    Für ihre neue Haupt-Werbekampagne will Schweiz Tourismus erstmals seit fünf Jahren einen anderen Werbeträger als Roger Federer engagieren.

    Roger Federer
    Roger Federer wird zum ersten Mal seit fünf Jahren nicht mehr das Werbegesicht der Hauptkampagne von Schweiz Tourismus sein. - Schweiz Tourismus

    Das Wichtigste in Kürze

    • Roger Federer wird nicht mehr das Werbegesicht von Schweiz Tourismus sein.
    • Man wolle «etwas Neues und überraschendes machen», so der Schweiz-Tourismus-Direktor.
    • Er verrät auch, wie sich der Tourismus durch den Klimawandel verändern wird.

    «Roger Federer hat fantastische Arbeit geleistet, wir sind ihm extrem dankbar.» Das die Worte vom Direktor von Schweiz Tourismus, Martin Nydegger.

    Im Interview mit «Blick» verrät er, dass Schweiz Tourismus für die anstehende «Leuchtturmkampagne» nicht mehr mit Federer zusammenarbeiten wird. Für die neue Hauptkampagne wolle man «etwas Neues und Überraschendes machen».

    Doch nicht nur die Werbekampagnen von Schweiz Tourismus werden sich laut Nydegger verändern. Allgemein werde sich der Tourismus verändern, unter anderem aufgrund des Klimawandels: «Tourismus findet meist draussen statt», sagt der Direktor.

    Ein schöner, warmer Sommer sei grossartig, aber zu heiss und trocken sei für niemanden gut. «Die Schweiz bietet immerhin viele natürliche Klimaanlagen: Sommerfrische in den Bergen und Abkühlungen in Flüssen und Seen», sagt Nydegger gegenüber dem Nachrichtenportal.

    Nebst «natürlichen Klimaanlagen», wie sie Nydegger nennt, werden bei Temperaturen wie in diesem Sommer auch andere Klimaanlagen relevanter. «Niemand will nachts im heissen Zimmer schlafen», sagt Nydegger. Heute habe in der Schweiz jedes achte Hotel eine Klimaanlage.

    Klimaanlagen: «Viele Hotels werden nachrüsten»

    In den Stätten sei es sogar jedes zweite. «Viele Hotels werden nachrüsten.» Besucht werden Schweizer Hotels mit Abstand am meisten von Schweizern selbst. Die Zahl der Logiernächte von Gästen aus dem Inland lag 2026 bei über 21 Millionen.

    Danach folgen deutsche Gäste mit 3,9 Millionen Logiernächten und US-amerikanische Gäste mit 3,7 Logiernächten. Über das ganze Jahr gesehen sei die durchschnittliche Hotelauslastung der Schweiz bei rund 50 Prozent. Nydegger hält es deshalb für gefährlich, sich über weniger Touristen zu freuen.

    «Dichtestress ist ein persönliches Empfinden. Und das Empfinden ist anders, wenn jemand aus einem fremden Kulturkreis kommt», sagt der Schweiz-Toursimus-Direktor.

    Hat es in der Schweiz zu viele Touristen?

    Nydegger ist sich sicher, dass Dichtestress in Zukunft auch vermehrt im Herbst verspürt werden wird. «Der Herbst wird klimatisch bedingt trockener, sonniger, wärmer und länger.» Die Nachfrage im Herbst werde deshalb massiv zunehmen.

    Gut möglich also, dass Touristen in der Schweiz künftig noch öfter von Fondue und Raclette – oder Kürbissuppe – schwärmen.

    Kommentare

    User #3027 (nicht angemeldet)

    Ist wohl Geldgiereig geworden. Uns wir Brauchen nicht noch mehr Tourismus. Wir leben in eine Land und nicht in eine Dieneyland. Ich brauche die Ganze Tourisium nicht.

    User #2024 (nicht angemeldet)

    Die touristen müssen nicht kommen die sollen nur geld überweisen

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