Roger Federer

    Macht Roger Federer zu wenig für die Gleichberechtigung?

    Pascal Moser
    Pascal Moser

    USA,

    Tennis-Legende Billie Jean King (82) übt Kritik an Roger Federer (45). Der Schweizer setze sich zu wenig für Gleichberechtigung ein, so der Vorwurf.

    Roger Federer
    Roger Federer präsentiert seinen Ring nach der Aufnahme in die Hall of Fame. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Roger Federer wurde vor wenigen Tagen in die Hall of Fame aufgenommen.
    • Im Nachgang an die Zeremonie sieht er sich mit Kritik konfrontiert.
    • Federer mache zu wenig für die Gleichberechtigung, findet Billie Jean King.

    Vergangenes Wochenende wurde Roger Federer in die Tennis Hall of Fame aufgenommen. Ehefrau Mirka (48) rührte den Maestro mit einer emotionalen Laudatio zu Tränen. Doch nach dem Auftritt gibt es auch Kritik.

    Und diese kommt von keiner Geringeren als Billie Jean King (82). Die 12-fache Grand-Slam-Siegerin sass bei der Zeremonie in Newport im Publikum. Danach richtet sie klare Worte in Richtung Federer.

    «Ich wünschte, er würde mehr für Gleichheit kämpfen», so die US-Amerikanerin. Sie habe dem Schweizer schon mehrfach gesagt: «Roger, du hast zwei Jungs und zwei Mädchen! In eurem Haushalt steht es 3:3!»

    Billie Jean King
    Billie Jean King in Wimbledon gemeinsam mit Prinzessin Kate. - keystone

    Kings Ansicht nach habe Federer zu selten eine klare Haltung gezeigt, um «das Boot ins Wackeln» zu bringen.

    Federer im Schatten von Murray

    Vor 10 Jahren sagte der heute 45-Jährige: «Ich bin für gleiches Preisgeld.» Gleichzeitig verwies er auf wirtschaftliche Strukturen einzelner Turniere, welche berücksichtigt werden müssten.

    Roger Federer
    Ein emotionaler Roger Federer bei der Aufnahmezeremonie in die Hall of Fame. - keystone

    In den Jahren darauf zeigte sich der Baselbieter bezüglich des Gender Pay Gap eher zurückhaltend. Ganz im Gegensatz zu einem Andy Murray, der sich öffentlich immer wieder für Gleichberechtigung einsetzte.

    Sollte sich Roger Federer mehr für Gleichberechtigung einsetzen?

    Immerhin: Bei den vier Grand-Slam-Turnieren werden für Männer und Frauen gleich viel Preisgeld ausgeschüttet. Während dies bei den US Open – dank ebenjener Billie Jean King – seit 1973 der Fall ist, zog Wimbledon erst 2007 nach. Damals unter massivem Druck von Venus Williams.

    Kommentare

    User #3705 (nicht angemeldet)

    Ich fordere auch das die Frauen an einem Grand Slam über 5 Sätze spielen! Verdienen ja auch genug für fünf Sätze!

    Ular

    Warum soll er was fuer die Gleichberechtigung unternehme, er hat Tennis gespielt und ist nicht Minister einer Behoerde, die sich dafuer einsetzt. Warum zum Teufel muss jede Bekannte Person sich fuer irgendwelche moralischen Gutmenschenanliegen einsetzen?

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