Monatelang belästigte ein Lehrer am Lycée-Collège de l'Abbaye in Saint-Maurice VS seine Schülerin mit unangemessenen Nachrichten. Die Lehrkraft wurde verwarnt.
Eine Frau schreibt eine Nachricht auf ihrem Smartphone. (Archivbild). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Eine Frau schreibt eine Nachricht auf ihrem Smartphone. (Archivbild). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Lehrer eines Walliser Gymnasiums schrieb seiner Schülerin unangemessene Nachrichten.
  • Der Mann wurde verwarnt, unterrichtet aber noch immer an der Schule.
  • Er selbst sieht seine Taten nicht als sexuelle Belästigung an.

Am Lycée-Collège de l'Abbaye in Saint-Maurice VS gab es einen Fall von mutmasslicher sexueller Belästigung. Ein Lehrer schrieb seiner 16-jährigen Schülerin dutzende Nachrichten wie «Du warst heute Nachmittag unglaublich schön». Wie «RTS» berichtet, wurden diese Mitteilungen vom Kanton Wallis nun als «unangemessen» eingestuft.

Der Fall wurde publik, als Schüler mit einer Petition forderten, über die Bestrafung des Lehrers aufgeklärt zu werden. Der Kanton teilte am Dienstag mit, dass er verwarnt wurde. Er unterrichtet noch immer an der Schule.

Der Lehrer des Lycée-Collège de l'Abbaye habe seit September diese Nachrichten verschickt. Die Schülerin soll aus Angst vor schlechten Noten teilweise geantwortet haben, bis sie den Fall am 10. Dezember der Schulleitung meldete.

Es wurde keine Klage eingereicht, da die Beweislage für sexuelle Belästigung nicht ausreichend gewesen sein. Auch der Lehrer selbst sieht seine Taten nicht als sexuelle Belästigung an. Gegenüber «RTS» sagte er, die Nachrichten wären als Komplimente gemeint gewesen.

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