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    Juso-Initiative: Das sind die Folgen der Reichensteuer

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Bern,

    Die Juso-Initiative polarisiert derzeit in der Schweiz. Diese drastischen Auswirkungen drohen bei einer Annahme der Erbschaftsteuer für Superreiche.

    juso initiative
    Die Juso-Initiative in der Schweiz fordert eine hohe Besteuerung von Millionenerben. - sda - KEYSTONE/Peter Schneider

    Die Abstimmung über die Juso-Initiative am 30. November sorgt für heftige Debatten in der Schweiz. Das Volksbegehren will Erbschaften über 50 Millionen Franken mit einer Steuer von 50 Prozent belegen.

    Bundesrätin Karin Keller-Sutter warnt vor massiven Steuerausfällen, sollte die Initiative angenommen werden, so das «SRF». Die Regierung geht davon aus, dass bis zu 98 Prozent des Steuersubstrats aus der Schweiz abwandern könnte.

    Juso-Initiative: Familienunternehmen in Gefahr

    Eine Umfrage von «Swissmem» zeigt dramatische Folgen: Ein Drittel der Mitgliedfirmen wäre von der Initiative betroffen. Hochgerechnet seien 300 bis 400 Betriebe in der Tech-Industrie gefährdet.

    Juso Initiative
    Die Juso Initiative: «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert (Initiative für eine Zukunft)». - keystone

    Unternehmer Luc Frutiger erklärt die Problematik: Sein Vermögen steckt im Unternehmen und ist nicht liquide, so das «SRF». Die Nachkommen müssten das Familienunternehmen verkaufen, um die exorbitante Steuerrechnung zu bezahlen.

    Bereits heute spürbare Verunsicherung

    In Ob- und Nidwalden zeigt sich eine messbare Verunsicherung bei potenziellen Zuzügern. Der Zuzug steuerstarker Personen bleibe aus, noch vor der Abstimmung, so das «SRF».

    Über 40 Prozent der betroffenen Firmeneigentümer haben bereits Abklärungen bezüglich eines Wegzugs getroffen, so «Swissmem». Die Rückwirkungsklausel im Initiativtext verstärkt diese Tendenz zusätzlich.

    Steuerausfälle statt Mehreinnahmen

    Der Bundesrat warnt vor einem Einnahmeverlust von bis zu 3,6 Milliarden Franken für Bund, Kantone und Gemeinden Economiesuisse. Das reichste ein Prozent der Bevölkerung trägt derzeit 23,2 Prozent der gesamten Steuern.

    Eine breite Allianz aus SVP, FDP, Mitte und GLP beziffert die Ausfälle mit bis zu 3,7 Milliarden Franken im Jahr. Diese müssten durch höhere Steuern für den Mittelstand kompensiert werden, so das «SRF».

    Verkauf und Verlagerung drohen

    Fast 30 Prozent der betroffenen Firmen sähen sich gezwungen, an einen in- oder ausländischen Investor zu verkaufen, so «Swissmem». Fast ein Viertel würde bei Annahme nicht mehr in der Schweiz investieren.

    Wirst du für oder gegen die Juso-Initiative stimmen?

    Mehrere Unternehmer wie Peter Spuhler erwogen öffentlich die Auswanderung nach Österreich, berichtet die «NZZ». Multimilliardär Thomas Straumann kündigte an, bei einem Wegzug nicht mehr zurückzukommen.

    Föderalismus und Verfassung betroffen

    Der Bundesrat kritisiert laut dem «SRF» den Eingriff in den Föderalismus, da die Erbschaftssteuer in die Zuständigkeit der Kantone fällt. Die Initiative schränke den fiskalischen Spielraum der Kantone massiv ein.

    Nach sechs Stunden Debatte lehnte der Nationalrat die Initiative mit 132 zu 49 Stimmen ab. Einzig Grüne und SP unterstützten das Volksbegehren mehrheitlich.

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    Kommentare

    User #6226 (nicht angemeldet)

    Die Juso Initiative spricht von Umweltschutz, dazu sollte einmal festgehalten werden: Die Luft kennt keine Grenzen und dem Schweizer Volk noch mehr Geld aus dem Sack ziehen, ist von dieser Generation, die nicht arbeiten will, eine Bodenlose Frechheit. 2. sollte vielleicht einmal darüber gesprochen werden, wie viel Grünflächen, Bäume etc. täglich verschwinden durch noch mehr zubetonieren und unnötige Bebauungen, da die Zuwanderungen von den Politikern nicht gestoppt werden will. Und zu guter letzt, wo werden die ganzen Verbrauchten Batterien und Solarpännels entsorgt und ist diese Generation bereit, nicht mehrmals im Jahr in die Ferien zu Fliegen?

    User #5497 (nicht angemeldet)

    All diese scheinheiligen und unwahren Argumente, dass Superreiche zu besteuern wirtschaftsschädigend sei, widern mich an. Diese Lügen sollen nur der uninformierten Mehrheit Angst einflössen. Lasst euch nicht belügen. Bitte informiert euch sachlich. Demokratie fusst darauf, dass es der Mehrheit gut geht. Nicht ein paar wenigen. Feudalherren und Könige denken nicht an die Gesellschaft, sondern an sich und ihren eigenen Profit.

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