«Paukenschlag!»: Das schreibt das Ausland über unser Juso-Nein
Die Juso-Initiative wurde vom Schweizer Stimmvolk klar abgelehnt. Ausländische Medien reagieren auf das klare Nein.

Das Wichtigste in Kürze
- Heute Sonntag hat die Schweizer Stimmbevölkerung die Juso-Initiative deutlich abgelehnt.
- Internationale Medien regieren bereits auf das Nein zur Erbschaftssteuer.
- Die «Bild» spricht von einem «politischen Paukenschlag für die Schweiz».
Die Schweizer Stimmbevölkerung entschied am Sonntag deutlich: 78,3 Prozent der Stimmenden lehnten die Erbschaftssteuer und damit die Juso-Initiative ab.
Diverse internationale Medien reagieren bereits auf die gescheiterte Initiative.
«Eine gute Entscheidung»
Die «Bild» beispielsweise schreibt: «Was für ein politischer Paukenschlag in der Schweiz!» Zwei grosse Reformideen seien spektakulär versenkt worden. «Mit überwältigender Mehrheit!»
Mit dem «Spiegel» berichtete ein weiteres deutsches Medium über das überdeutliche Nein zur Juso-Initiative.
In der österreichischen «Krone» heisst es zur gescheiterten Initiative: «Die Schweizer liessen sich für die Idee nicht begeistern.»
Deutlich wird die amerikanische «Washington Post»: Sie lobt die Schweiz und schreibt: «Aus Europa kommen so viele schlechte wirtschaftspolitische Entscheidungen. Es fällt auf, wenn irgendwo auf dem Kontinent einmal eine gute Entscheidung getroffen wird.»
Genau das habe das Schweizer Stimmvolk am Sonntag getan, als sie den Vorschlag zur Einführung einer Erbschaftssteuer entschieden abgelehnt haben.
Viele Reaktionen aus der Schweizer Presse
Auch in der Schweizer Presse wurde auf das Nein zur Juso-Initiative reagiert. Der Grundtenor in der Deutschschweizer Presse ist sehr kritisch.
Von Blamage, peinlich und hirnlos sprach die «NZZ». Die Stimmbevölkerung habe dem «Radau einen deutlichen Dämpfer verpasst». Auch die Mutterpartei SP kam schlecht weg, weil sie das Anliegen der Juso unterstützte. «Das zeigt, wie weit die Jusoifizierung der Partei mittlerweile fortgeschritten ist», hiess es dazu.
Ähnlich sieht es der «Blick». Die SP habe sich von ihrer Jugendabteilung treiben lassen. Dies, obwohl sie gewusst habe, dass die Initiative überzogen, schädlich und chancenlos sei.
«Die Jusos sind an sich selbst gescheitert», schrieb etwa «Watson» in einem Kommentar. Die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer zugunsten des Klimaschutzes sei oberflächlich zwar einleuchtend gewesen, aber dennoch zu wenig durchdacht.
Auch der «Tages-Anzeiger» findet klare Worte. «Zum Glück» sei die Initiative gescheitert. Es hätte bei einem Ja ein volkswirtschaftlicher Schaden gedroht. Zwar sei das Thema an sich wichtig, aber die Juso sei es falsch angegangen.
Eine durchdachte Erbschaftssteuer – etwa ohne Koppelung an die Klimaziele – hätte durchaus Vorteile für alle schaffen können. Doch diese Chance sei nun vertan.

















