Durchschnittliche Beteiligung bei Juso-Initiative und Bürgerdienst
Die beiden Initiativen mobilisierten leicht weniger als üblich: Rund 43 Prozent der Stimmberechtigten beteiligten sich.

Die Juso-Initiative für eine Klima-Erbschaftssteuer und die Service-citoyen-Initiative für einen obligatorischen Bürgerdienst haben die Stimmberechtigten ganz leicht weniger mobilisiert als im Mittel der letzten Jahre. Rund 43 Prozent der Berechtigten gaben am Wochenende ihre Stimme zu den beiden Volksbegehren ab.
Damit mobilisierten die beiden Vorlagen, bei denen das Nein von den Umfragen her zu erwarten gewesen war, etwas weniger stark als Ende September die Abschaffung des Eigenmietwerts und die Einführung des elektronischen Identitätsnachweises (E-ID). Damals nahmen je gegen 50 Prozent der Berechtigten an der Abstimmung teil.
Bei den vier eidgenössischen Vorlagen vom März 2024 – darunter die Initiative für eine 13. AHV-Rente – hatte die Beteiligung sogar bei rund 58 Prozent gelegen.
Blick auf historische Trends
Bis 1950 hatte die Stimmbeteiligung in der Schweiz im Schnitt um die 60 Prozent betragen. In den folgenden 20-Jahr-Zyklen sank sie zunächst auf 48 und danach auf 41 Prozent ab. In etlichen Jahren bemühten sich nicht einmal «40» Prozent der Berechtigten an die Urne.
Seit der Jahrtausendwende steigt die Partizipation wieder, zuletzt auf im Mittel 46 Prozent. Dies war der Durchschnitt 2011-2020 gemäss Bundesamt für Statistik (BFS).










