Jurassischer SP-Nationalrat Fridez tritt zurück
Der Jurassische SP-Nationalrat Pierre-Alain Fridez wird das Parlament nach der Frühjahrssession verlassen. Wie vereinbart werde der 68-jährige sozialdemokratische Parlamentarier aus Fontenais dann seinen Sitz an seinen Parteikollegen Loïc Dobler weiter geben.

Im Jahr 2023 hatte die Leitung der Sozialistischen Partei des Jura (PSJ) Pierre-Alain Fridez zu einer erneuten Kandidatur ermutigt, um den Sitz im Nationalrat zu sichern. «Das habe ich getan, mit der persönlichen Verpflichtung, während der Amtszeit zurückzutreten, um Kontinuität zu gewährleisten», sagte der Nationalrat am Freitag im Interview mit der Zeitung «Quotidien jurassien».
«Ich habe bereits drei volle Legislaturperioden absolviert. Man muss wissen, wenn es an der Zeit ist, das Zepter zu übergeben», sagte der Jurassier gleichentags der Zeitung «Le Temps». Sein Rücktritt gebe jetzt dem Nachwuchs die Möglichkeit, sich im Hinblick auf die nächsten Wahlen profilieren zu können, präzisierte er. «Das ist unter der Bundeshauskuppel nichts Ungewöhnliches.»
Pierre-Alain Fridez war insgesamt 15 Jahre lang im Nationalrat und galt als Experte in der Verteidigungs-Politik. Als Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission wurde der Jurassier zu einem vehementen Gegner des Kaufs der neuen Kampfflieger F-35. Er hat auch mehrere Bücher über die Sicherheit und Verteidigung der Schweiz geschrieben.
Seine politische Karriere begann vor 30 Jahren mit seinem Amtsantritt als Bürgermeister von Fontenais. «Ich weiss bereits, dass mich morgen neue Kämpfe erwarten – diesmal als einfacher Aktivist und Bürger. Und ich freue mich darauf, meine Tätigkeit als Allgemeinmediziner noch einige Jahre fortzusetzen», so Pierre-Alain Fridez im Interview mit dem «Quotidien Jurassien».
Als prägende Momente seiner politischen Karriere nannte Pierre-Alain Fridez ausserdem die Wahl von Elisabeth Baume-Schneider in den Bundesrat und die von alt Bundesrat Alain Berset zum Generalsekretär des Europarates. Während seiner Amtszeit engagierte er sich auch stark in der Schweizer Parlamentsdelegation im Europarat.














