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    Zürcher SP entscheidet sich gegen Jositsch

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Delegierten der SP Kanton Zürich haben entschieden, dass Daniel Jositsch 2027 nicht mehr für die Partei zu den Ständeratswahlen antreten darf.

    Daniel Jositsch
    Die Zürcher SP will Daniel Jositsch ab 2027 nicht als Ständerat. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die SP Kanton Zürich nominiert Daniel Jositsch nicht als Kandidat für die Ständeratswahl.
    • Der amtierende Ständerat erleidet bei der Delegiertenversammlung eine Niederlage.
    • Grund ist wiederholter Widerstand gegen die Parteilinie.

    Die Delegierten der SP Kanton Zürich haben ihrem amtierenden Ständerat Daniel Jositsch das Vertrauen entzogen. Er wurde nicht für die Wahlen 2027 nominiert.

    Der langjährige Ständerat erlitt an der Delegiertenversammlung am Donnerstagabend in Zürich eine herbe Niederlage. Bei der Abstimmung sprachen sich 94 Delegierte für eine erneute Nomination aus, während 109 Personen dagegen stimmten.

    Bereits in der Debatte vor der Abstimmung hatte sich im Saal eine Niederlage für den 2015 in den Ständerat gewählten Jositsch abgezeichnet. Die Basis strafte den parteiintern umstrittenen Politiker damit für seinen wiederholten Widerstand gegen die Parteilinie ab.

    Auch sein Verhalten rund um die Bundesratswahl 2023 wurde in den Voten am Donnerstagabend mehrfach kritisiert.

    Jacqueline Badran mit guten Karten

    In der Debatte vor dem Entscheid räumte Jositsch ein, dass einzelne seiner Positionen in gewissen Kreisen auf Ablehnung stossen. Er zeigte sich aber überzeugt, dass die SP als zweitgrösste Partei eine gewisse Breite und einen sozialliberalen Flügel brauche.

    «Wenn ihr mich wählt, müsst ihr mich aushalten, so wie ich bin», rief er den Delegierten zu. Auf Fragen zu seinen Bundesratsambitionen oder einer allfälligen wilden Kandidatur gab er keine konkrete Antwort.

    Jacqueline Badran
    Jacqueline Badran könnte anstelle von Daniel Jositsch ins Ständerats-Rennen gehen. - keystone

    Ob die in der SP sehr populäre, 64-jährige Nationalrätin Jacqueline Badran das Erbe antreten kann, ist offen. Zumindest im Nominationsverfahren, das die Partei vor den Wahlen durchführen wird, dürfte sie beste Karten haben.

    Kommentare

    User #3665 (nicht angemeldet)

    Es unglaublichs theater, aber keini lösige für üsi problem!!!

    User #3371 (nicht angemeldet)

    Typisch SP, eines der besten Pferde in deren Stall wird abgeschossen, unglaublich. Und die Nachfolge von Frau Badran, nicht daran zu denken und Kommentar überflüssig.

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