Weniger Bundesbeiträge für Freibergerpferde
Der Schweizerische Freibergerverband muss nach der Kürzung von Bundesbeiträgen sparen. Ab 2027 stehen dem Verband bei einem Jahresbudget von 1,7 Millionen Franken jährlich 300'000 Franken weniger zur Verfügung.

Die Information wurde am Dienstag anlässlich der Delegiertenversammlung des Schweizerische Freibergerverbandes (FSFM) in Saignelégier (JU) bekannt gegeben. «Das ist ein extrem hoher Verlust», sagte Pauline Queloz, Geschäftsführerin des FSFM, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA und bezog sich dabei auf Berichte in den regionalen Medien.
Die Kürzung der Bundesbeiträge um 300'000 Franken, die sich derzeit auf rund eine Million Franken belaufen, wirkt sich auf das Budget 2027 aus. Die Rechnung 2025 des Verbandes schloss mit einem Defizit von 12'000 Franken ab.
Die Ankündigung der Kürzung der Bundesbeiträge sei völlig überraschend gekommen, sagte Queloz. Laut der Geschäftsführerin müssen nun Sparmassnahmen gefunden werden, um die Kürzungen der Bundesbeiträge zu kompensieren. «Alle Bereiche werden betroffen sein, am stärksten wird es den Bereich der Züchter treffen.»
Die Kürzung der Bundesbeiträge erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die einzige einheimische Pferderasse der Schweiz mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert ist: dem Rückgang der Geburten. Im vergangenen Jahr verzeichnete der FSFM 1622 Fohlen. «Um das Überleben der Rasse zu sichern, wären 2000 Geburten pro Jahr nötig», sagte Queloz. Dieser Trend hält seit 2018 an.
An der Delegiertenversammlung kündigte der Berner Andreas Aebi an, sein Mandat an der Spitze des FSFM in einem Jahr zu beenden. Der ehemalige SVP-Nationalrat begründete seinen Entscheid mit seinem Alter und der Wichtigkeit, diese Funktion an die junge Generation abzugeben.










