Haar-Spenden: Zürcher Perücken-Firma wird überhäuft
Eine Zürcher Perücken-Firma wird derzeit mit Echthaar-Spenden für die Brandopfer von Crans-Montana überhäuft.

Normalerweise treffen etwa 20 Umschläge pro Woche mit Haarspenden bei der Rolph AG ein. Doch seit dem verheerenden Brand in Crans-Montana wird das Unternehmen mit Haarspenden überhäuft – mit 100 bis 120 Couverts pro Woche.
Seit dem 4. Januar wurden bereits 12 bis 15 Kilogramm Haare gesammelt.
«Jede Spende hat ihre eigene Geschichte», sagt Sabrina Kaiser-Kossmayr, CEO der Rolph AG, bei SRF. Die Mitarbeitenden würden Kinderzeichnungen, persönliche Botschaften und Fotos in den Couverts finden.
Nicht alle Haarspenden können für Perücken verwendet werden. Das Haar darf weder gefärbt noch chemisch behandelt sein und muss mindestens 30 Zentimeter lang sein, wenn es als Zopf eingesendet wird.
Ein einzelner Zopf reiche jedoch nicht aus, um eine Perücke herzustellen, erklärt Kaiser-Kossmayr bei SRF. Es würde rund 80 Stunden dauern, um eine einzige Perücke zu fertigen.
Ob die Perücken letztendlich zu den Empfängerinnen und Empfängern passen, bleibt abzuwarten und hange von den individuellen Vorstellungen der Brandopfer ab.

Die Rolph AG aus Kloten ZH ist kein Neuling im Geschäft mit Echthaar-Perücken. Seit 1965 stellt das Familienunternehmen Perücken für Menschen, beispielsweise Krebspatientinnen, her.












