«Ich bin verbrannt!»: Notrufe aus Crans-Montana veröffentlicht
Eine FranceTV‑Doku zeigt die Notrufe aus der Brandnacht in Crans‑Montana. Es war wie im Krieg, sagen Helfer.

Das Wichtigste in Kürze
- FranceTV dokumentiert 171 Notrufe aus der Brandnacht von Crans‑Montana.
- Erste Anrufe melden Feuer und Explosion im Club Le Constellation.
- Verletzte rufen um Hilfe, Zeugen sprechen von Blut und Chaos.
Einen Monat nach dem Inferno in Crans‑Montana veröffentlichen France Télévisions und France2 Tonaufnahmen von Notrufen aus der Brandnacht. Die Stimmen aus dem Club Le Constellation zeichnen ein düsteres Bild: Panik, Hilfeschreie, Überforderung – eine Nacht wie im Krieg.
Zwischen 1:29 Uhr und 3 Uhr früh gingen 171 Notrufe bei der Walliser Notrufzentrale ein.
Schon die ersten Anrufe zeigen die Eskalation: «Feuer! Feuer! Constellation, Crans‑Montana!» ruft ein Mann.
Kurz darauf eine Frau: «Es gab eine Explosion. Viele Verletzte. Bitte Polizei und Rettung!»
Hilferufe und Chaos
Ein Verletzter schreit: «Ich bin verbrannt, bitte helfen Sie mir!» Zeugen berichten von schwer verletzten Partygästen: «Überall Blut. Ich habe so etwas noch nie gesehen.»
Auch nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bleibt die Lage chaotisch. Ein Notarzt fragt: «Was tun bei Brandverletzungen?» Die Antwort: «Kühlen, Kleider entfernen, mit Wasser behandeln.» Ein anderer ruft: «Ich habe einen Schwerverletzten im Auto. Wohin damit?»
«Kriegszone» und seelische Belastung
Ein Sanitäter funkt später: «Wurden die Notfallpsychologen alarmiert? Wir brauchen alle, die verfügbar sind. Das hier ist eine Kriegszone – ehrlich.» Die Hilfsdienste beginnen parallel mit Evakuierungen. Noch um 2:35 Uhr ist nicht klar, ob ein Anschlag vorliegt.
Die Aufzeichnungen wurden von der Walliser Rettungsorganisation ins Ermittlungsdossier eingebracht. Sie dokumentieren nicht nur die körperliche Katastrophe, sondern auch die seelische Wucht jener Nacht.












