Donald Trump: So stark sind Schweizer US-Reisen 2025 zurückgegangen

Antun Boskovic
Antun Boskovic

Zürich,

Seit Donald Trump wieder Präsident der USA ist, besuchen immer weniger Schweizer die Vereinigten Staaten. Das zeigen die aktuellsten Zahlen aus den USA.

US-Reisen Schweizer Donald Trump
Schweizer sind heuer deutlich weniger in die USA gereist als letztes Jahr. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Knapp 310'000 Personen sind bisher dieses Jahr aus der Schweiz in die USA gereist.
  • Zum gleichen Zeitpunkt letztes Jahr waren es gut 345'000 US-Reisen von Schweizern.
  • Das entspricht einem Rückgang von rund 10,5 Prozent.

Die USA gehören eigentlich zu den beliebtesten Destinationen der Schweizer Bevölkerung. Immer wieder zieht es viele Schweizer für einen Städtetrip nach New York, Miami oder Los Angeles. Andere wiederum planen längere Roadtrips durch die Nationalparks oder den Küsten entlang.

Doch Schweizer und Schweizerinnen haben immer weniger Lust auf die USA, seit Donald Trump wieder Präsident ist. Dies zeigen zumindest die offiziellen Touristen-Zahlen der US-Behörde «International Trade Administration».

Donald Trump
Seine Politik macht US-Reisen für Schweizerinnen und Schweizer unattraktiver: Präsident Donald Trump. - keystone

Diese hat die Besucherzahlen aus den jeweiligen Ländern pro Monat bis und mit Ende Oktober aufgelistet. Demnach sind dieses Jahr nur noch 309'563 Touristen aus der Schweiz in die Vereinigten Staaten gereist.

US-Reisen um knapp 10,5 Prozent zurückgegangen

Vergangenes Jahr waren es bis Ende Oktober insgesamt 345'844 Schweizer US-Reisen. Das entspricht einem Rückgang von knapp 10,5 Prozent. Und auch im Jahr 2023 waren es mit 333'809 Schweizer Touristen deutlich mehr als heuer.

Besonders auffallend sind die Rückgänge seit Juli, in dem normalerweise am meisten Schweizer die USA besuchen: Von Anfang Juli bis Ende Oktober verzeichneten die USA 25'421 weniger Besuchende aus der Schweiz als in der Vorjahresperiode.

Dies dürfte dem neuen Kurs der USA unter Donald Trump geschuldet sein. Bereits Anfang Jahr sorgten Geschichten von an der Grenze abgewiesenen Touristen und Wissenschaftlern für Schlagzeilen.

Politik von Donald Trump «beeinflusst Reiseverhalten negativ»

Zudem hatte Donald Trump die Schweiz mit einem hohen Strafzoll (39 Prozent) belegt. Dieser konnte erst vor kurzem durch einen von Schweizer Wirtschaftsführern und vom Bundesrat eingefädelten Zoll-Deal auf 15 Prozent gesenkt werden.

Warst du schon mal in den USA?

All dies dürfte so einige Schweizer von Reisen in die USA abgehalten haben: «Die aktuelle Politik beeinflusst das Reiseverhalten negativ», hiess es bereits im September vom Schweizer Reise-Verband (SRV).

Das sei aus einer Umfrage bei 172 Mitgliedern hervorgegangen.

US-Reisen Schweizer
Besonders auffallend sind die Rückgänge seit Juli: Von Anfang Juli bis Ende Oktober verzeichneten die USA 25'421 weniger Besuchende aus der Schweiz als in der Vorjahresperiode. - keystone

Eigentlich ist das Minus bei den Reisen in den USA laut dem Verband noch relativ moderat. Denn viele hätten schon vor der Wahl von Donald Trump im vergangenen November gebucht. Und gereist seien davon die meisten.

Vom US-Taucher profitierten laut Reiseverband hingegen andere Destinationen. So etwa der US-Nachbar Kanada, aber auch Australien sowie verschiedene Länder in Asien und Afrika.

Reise-Verband rechnet für 2026 sogar mit 50-Prozent-Einbruch

Denn generell ist die Reiselust gross. Der Schweizer Reise-Verband erwartet für die Reisebranche ein Umsatzplus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Doch auch für 2026 sieht der Verband für US-Reisen schwarz: Präsident Martin Wittwer äusserte sich letzte Woche in einem Interview mit der Fachzeitung «Travel Inside» dazu. Er geht davon aus, dass das USA-Geschäft im Jahr 2026 halbiert wird.

Planst du nächstes Jahr eine US-Reise?

«Diese Gesamtsituation in den USA vermittelt vielen Menschen ein Gefühl von Verärgerung und fehlender Identifikation», sagte Wittwer.

«Das wird von zahlreichen Kundinnen und Kunden abgestraft. Deshalb prognostiziere ich für die USA einen Einbruch von rund 50 Prozent.»

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Kommentare

User #6302 (nicht angemeldet)

Wenn Einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn Einer keine Reise tut, dann halt nicht.

User #3045 (nicht angemeldet)

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