Crans-Montana: Kellnerin mit Wunderkerzen starb bei Feuer-Tragödie
Beim Feuer in der Bar in Crans-Montana starben 40 Menschen, über 100 wurden verletzt. Im Ticker bleibst du über die neusten Entwicklungen im Bild.

Das Wichtigste in Kürze
- In Crans-Montana läuft die Aufarbeitung der Feuer-Katastrophe im «Le Constellation».
- Bei der Tragödie am Neujahrstag starben 40 Menschen, über 100 wurden verletzt.
- Im Ticker hält dich Nau.ch auf dem Laufenden.
Nach der Feuer-Tragödie in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana mit 40 Toten steht die Aufarbeitung im Zentrum. Der Bar-Inhaber sitzt in Untersuchungshaft, seine Frau und Mit-Inhaberin ist auf freiem Fuss. Derweil kommen immer mehr Details über das Ehepaar ans Licht.
Im aktuellen Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:
Kellnerin mit Wunderkerzen starb bei Feuer-Tragödie
05.00: Die junge Kellnerin, die in der Silvesternacht mutmasslich den Brand im der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS ausgelöst hat, ist unter den 40 Todesopfern.

Mehrere Zeugen bestätigten laut den «Tamedia»-Zeitungen gegenüber den Ermittlern, dass die 24-jährige Cyane P. jene Frau war, die mit einem Helm auf den Schultern eines Kollegen zwei Champagnerflaschen mit Wunderkerzen servierte und dabei der leicht entflammbaren Schallisolation an der Decke zu nahe kam. Kurz darauf brach das verheerende Feuer aus.

Aus den Einvernahmeprotokollen geht hervor, dass die Kellnerin dem Betreiberpaar Jacques und Jessica Moretti nahegestanden haben soll. Sie war die Freundin eines Kochs aus einem anderen Restaurant der Morettis und wurde von den Betreibern auf Fotos der Aktion eindeutig identifiziert.
Moretti: «Versuchten sie über eine Stunde lang wiederzubeleben»
Wie Jacques Moretti bereits am 1. Januar bei seiner ersten Einvernahme durch die Walliser Kantonspolizei erklärt haben soll, versuchte er nach dem Brandausbruch gemeinsam mit dem Freund der Kellnerin, über den Haupteingang ins brennende Lokal zu gelangen. Die beiden scheiterten jedoch am dichten Rauch.

Erst über eine Servicetür kamen sie ins Innere und zogen mehrere reglos am Boden liegende Personen ins Freie – darunter auch die junge Kellnerin. Moretti sagte aus, man habe über eine Stunde lang versucht, sie wiederzubeleben, bis die Rettungskräfte mitteilten, dass es zu spät sei.
Familie von Kellnerin: «Diese junge Angestellte trägt keinerlei Verantwortung»
Die Familie der Verstorbenen erklärte über ihre Anwälte, die 24-Jährige habe lediglich Anweisungen ihrer Arbeitgeber befolgt. Sie habe vor der Geschäftsführerin getan, was von ihr verlangt worden sei, und trage keinerlei Verantwortung für das Geschehene.

















