Psychologe fordert langfristige Hilfe für Angehörige

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    Crans-Montana,

    Der Psychologe Philip Jaffé fordert nach der Crans-Montana-Tragödie mehr als Mitgefühl: Es brauche einen Gedenkort und langfristige Hilfe für die Angehörigen.

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    Angehörige von Opfern trauern in Crans-Montana. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Philip Jaffé betont die Bedeutung von Gedenkorten bei tragischen Ereignissen.
    • Der Psychologe fordert ein Memorial für die Angehörigen der Opfer von Crans-Montana.
    • Laut dem Genfer sollte eine Task Force nach dem Opferhilfegesetz eingerichtet werden.

    Der Genfer Psychologe Philip Jaffé hält Orte der Erinnerung bei tragischen Ereignissen wie der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS für wichtig.

    Die Schweizer Bevölkerung habe grosses Mitgefühl für die Opfer der Tragödie und ihre Angehörigen gezeigt. Das haben laut Jaffé insbesondere die nationale Gedenkfeier in Martigny, Schweigemärsche und religiöse Veranstaltungen gezeigt.

    All diese gemeinsamen Momente seien für die Opfer und ihre Angehörigen sicherlich ein Trost gewesen. Doch die nationale Gedenkfeier am 9. Januar in Martigny habe ihn besonders beeindruckt.

    trauerfeier
    Die Trauerfeier in Martigny allein reicht nicht: Laut Psychologe Philip Jaffé sollte eine dauerhafte Gedenkstätte geschaffen werden. - keystone

    Das Ausmass der nationalen Unterstützung sei einzigartig gewesen. Und die Gedenkfeier in Martigny habe gezeigt: Die Schweizer seien in der Lage, auf die vielfältige Kritik aus dem Ausland zu reagieren.

    Jaffé zeigte sich im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA überzeugt: «Bei dieser Gelegenheit konnten wir zeigen, wer wir wirklich sind.»

    Psychologe findet dauerhafte Gedenkstätte wichtig

    Für den Psychologen und Psychotherapeuten, der auf Jugendliche spezialisiert ist, muss nun aber noch mehr getan werden: «Ich bin ein grosser Fan von Gedenkfeiern und Orten, die solchen Ereignissen von aussergewöhnlicher Tragweite gewidmet sind», so Jaffé.

    Er hält es für wichtig, im Schweizer Ferienort ein dauerhaftes Memorial zu schaffen.

    Sollte in Crans-Montana eine dauerhafte Gedenkstätte errichtet werden?

    Die Überlebenden und ihre Familien müssten nun auch mit den Narben, rechtlichen Fragen oder Versicherungsproblemen umgehen. Und mit einem neuen Schicksal leben lernen, stellte Jaffé weiter fest.

    Um ihnen langfristig zu helfen, sollte seiner Meinung nach eine Task Force nach dem Opferhilfegesetz eingerichtet werden. Ähnlich wie die Struktur, die für Kriegsveteranen in verschiedenen Ländern geschaffen wurde.

    Diese Task Force könnte den Opfern und ihren Angehörigen auf freiwilliger Basis zur Verfügung stehen.

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