Emirates: Erste Flüge ab Dubai am Montagabend
Der Krieg im Nahen Osten hat direkte Folgen für Reisende: In Dubai und der Golfregion sitzen Touristen fest. Das Wichtigste liest du im Nau.ch-Ticker.
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Das Wichtigste in Kürze
- Wegen der Angriffe sind grosse Teile des Luftraums in Nahost gesperrt, Reisende stranden.
- Die Emirate übernehmen Hotel- und Verpflegungskosten für betroffene Passagiere.
- Das EDA meldet keine verletzten Schweizer, warnt aber vor anhaltenden Einschränkungen.
Die Eskalation im Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA trifft auch die zivile Luftfahrt: In Dubai sitzen tausende Reisende fest, nachdem der Luftraum in weiten Teilen der Golfregion gesperrt wurde. Auch Kreuzfahrten sind betroffen.
Bei iranischen Vergeltungsangriffen wurden am Flughafen Dubai sowie in der Nähe des Luxushotels Burj Al Arab Schäden gemeldet. Der Flugbetrieb musste zeitweise eingestellt werden.
Mehrere Airlines setzten ihre Verbindungen aus, auch Crews und Passagiere – darunter Schweizer Reisende – strandeten vor Ort.
Die Vereinigten Arabischen Emirate kündigten an, für betroffene Touristen Unterkunft und Verpflegung zu übernehmen, bis eine Weiterreise wieder möglich ist.

Mit dem Ticker von Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden:
Verband Angestellte Schweiz appelliert wegen Iran-Krieg an Schweizer Arbeitgeber
16.31: Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten sitzen tausende Schweizerinnen und Schweizer fest. Der Verband Angestellte Schweiz appellierte am Montag an die Arbeitgeber, kulant zu sein.

Rechtlich gesehen tragen die Arbeitnehmenden das Risiko für die Abwesenheit. Für Arbeitnehmende, die deswegen nicht zur Arbeit erscheinen können, sei die Lohnfortzahlung nicht gesichert, schrieb die Arbeitnehmerorganisation in einer Mitteilung. Ansprüche könnten sich allenfalls aus dem Arbeitsvertrag oder einem Gesamtarbeitsvertrag ergeben.
Arbeitgeber sollen der Organisation zufolge Flexibilität zeigen und Lösungen wie Homeoffice, die Gewährung von Sonderurlaub oder das Nacharbeiten von Stunden ermöglichen. Dies könne einen Einkommensverlust für die Betroffenen verhindern.
Italien fliegt Staatsbürger mit Charterflügen aus Nahost aus
16.24: Italien fliegt erste Staatsbürger aus dem Nahen Osten aus. Ein Charterflug mit 127 Italienern an Bord startete von der omanischen Hauptstadt Maskat in Richtung Heimat, wie das Aussenministerium in Rom mitteilte.

Die Menschen sassen demnach im Oman fest oder waren zuvor mit Unterstützung der italienischen Behörden aus Dubai dorthin gebracht worden. Das Aussenministerium teilte weiter mit, Botschaften und Konsulate in der Golfregion arbeiteten daran, weitere Landsleute zu noch erreichbaren Flughäfen zu bringen.
Nach Angaben von Minister Antonio Tajani halten sich Zehntausende Italiener – ob als Urlauber oder in den Ländern ansässig – derzeit in der Golfregion auf. Bis zu einer Ausreise sollten sie sich in Sicherheit bringen.
Deutschland will Kranke und Kinder aus Nahost zurückholen
15.58: Deutschland bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Aussenminister Johann Wadephul in Berlin.
Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums hatte betont, dass ein Rückholen gestrandeter deutscher Urlauber durch die Bundeswehr «das letzte Mittel der Wahl» sei. Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sitzen schätzungsweise 30'000 Urlauber von deutschen Reiseveranstaltern in der Region fest.
Aussenminister Wadephul teilte weiter mit, dass sein Ministerium – das Auswärtige Amt – Krisenunterstützungsteams nach Maskat, Doha und Dubai entsenden werde. «Weitere Teams erkunden die Lage an den Grenzübergängen.» Dabei gehe es um die Möglichkeit des Grenzübergangs in Richtung von Ländern wie den Oman und Saudi-Arabien, deren Luftraum noch geöffnet sei. Ein Team der deutschen Botschaft in Kairo unterstütze den Grenzübertritt aus Israel.

Wadephul betonte, das Auswärtige Amt koordiniere sich sehr mit der Reiseindustrie. Er sei im Gespräch unter anderem mit der Lufthansa, dem Reisekonzern TUI und dem Deutschen Reiseverband. «Wir haben zusammen ein Ziel: «Wir wollen Deutschen helfen, nach Hause zu kommen.»
Er habe auch mit dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr telefoniert, sagte der Aussenminister. Die Lufthansa habe grundsätzlich Kapazitäten, um Deutsche in ihre Heimat zurückzubringen. «Die Voraussetzungen müssen jedoch immer im Einzelfall geprüft werden.» Auch Wadephul machte deutlich, dass die Regierung nur im Notfall auf die Bundeswehr zurückgreifen würde, wenn es anders nicht ginge.
Emirates: Erste Flüge ab Dubai am Montagabend
15.36: «Emirates wird ab dem Abend des 2. März eine begrenzte Anzahl von Flügen durchführen.» Das teilt die Fluggesellschaft Emirates auf X mit. Kunden mit früheren Buchungen hätten demnach Vorrang. Kunden, deren Buchungen auf diese begrenzten Flüge umgebucht wurden, werden direkt von Emirates kontaktiert.

«Bitte begeben Sie sich nicht zum Flughafen, wenn Sie keine Benachrichtigung erhalten haben. Alle anderen Flüge bleiben bis auf Weiteres ausgesetzt.»
Dubai Airports bestätigt auf X, dass heute Abend, am 2. März, eine begrenzte Wiederaufnahme des Flugbetriebs beginnen wird. Reisenden wird empfohlen, sich nicht zu den Flughäfen zu begeben, es sei denn, sie wurden von ihrer Fluggesellschaft direkt kontaktiert und haben eine bestätigte Abflugzeit erhalten.
Estnischer Verteidigunsminister sitzt im Oman fest
14.56: Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur sitzt infolge des Iran-Kriegs im Nahen Osten fest. Der Politiker des baltischen EU- und Nato-Landes befindet sich nach eigenen Angaben im Oman.
Dorthin sei er am Wochenende aus Dubai gereist. Weil viele Fluggesellschaften ihre Flüge in die Region ausgesetzt haben, könne er aber nicht nach Estland zurückkehren.

«Im Moment gibt es keine Flüge. Wir nehmen es, wie es kommt. Wir wissen nicht, wie oder wann wir nach Hause kommen werden», sagte Pevkur dem estnischen Rundfunk.
Der Minister war Medienberichten zufolge erst am Freitag in den Urlaub nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten geflogen. Kritik an der Reise, die er trotz bestehender Reisewarnungen angetreten hatte, wies der Minister zurück.
EDA lässt Schweizer in der Golfregion schmoren
13.19: Am Montagmittag hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) über die Lage der Schweizer im Nahen Osten informiert.
Tausende Schweizerinnen und Schweizer würden aktuell feststecken, hiess es an der Pressekonferenz des EDA. Rund 4000 Personen aus der Schweiz seien auf der App als in der Region gestrandet registriert. Glück im Unglück: Verletzte oder gar getötete Schweizer gebe es nach aktuellem Kenntnisstand keine.

«Das Bedürfnis ist gross, dass die Leute heimreisen können», erklärte Marianne Jenni, Direktorin der Konsularischen Direktion. Doch man könne nur mit den Mitteln arbeiten, die zur Verfügung stünden.
Das EDA verfüge über kein Transportflugzeug und könne die Schweizer nicht einfach heimholen wie andere Länder. Aber: «Wir stehen mit der Swiss in Kontakt. Wenn sich der Luftraum wieder öffnet, haben die Leute die Möglichkeit, nach Hause zu fliegen.»
Auf die Frage, ob das EDA zu spärlich vor der Krisensituation im Nahen Osten gewarnt habe, erklärt Jenni: «Man wusste nicht, dass der Angriff kommt.» Zudem habe man auf den Reisehinweisen sehr wohl davor gewarnt, dass es zu einer Krise kommen könnte.
Touristen stecken in Katar auf Kreuzfahrtschiff fest
09.00: Rund 5000 mehrheitlich deutsche Touristinnen und Touristen stecken in Katar auf zwei Kreuzfahrtschiffen fest. Das berichtet «Focus».
Grund dafür sind iranische Drohnenangriffe auf Abu Dhabi und Einschläge nahe der Kreuzfahrtschiffe. Die Lage an Bord sei angespannt, berichtet eine Touristin vor Ort.

«Gestern Abend wurden viele Drohnen abgewehrt. Viele hatten und haben Angst.» Die Situation sei einschüchternd, viele Passagiere fühlten sich «hilflos» und «allein gelassen».
Aktuell gelten an Bord strikte Regeln. Die Passagiere dürfen die Kreuzfahrtschiffe nicht verlassen. Zudem sei es den Reisenden untersagt, ihre privaten Balkons zu nutzen.
Gegenüber «Focus» fasst eine Passagierin zusammen: «Es ist wie ein Gefängnis.»
Neue Explosionen in Dubai
06.52: Ein CNN-Reporter melden neue Explosionen in Dubai, Abu Dhabi und Doha. In Dubai sollen zudem Jets zu hören gewesen sein.
Derweil heulen in Bahrain die Sirenen. Die Menschen werden angewiesen, sich in Sicherheit zu begeben und Ruhe zu bewahren.
Hotelgäste in Dubai übernachten in Garage
06.00: Die Gäste eines benachbarten Hotels des getroffenen Fairmont in Dubai müssen nach den iranischen Raketenangriffen in der Tiefgarage ausharren.
Ein deutscher Tourist berichtet gegenüber «Nonstop News» von dramatischen Stunden am Samstag. Es seien Detonationen von Abwehrraketen zu hören gewesen, schliesslich gab es eine Erschütterung, wohl durch einen Einschlag oder einen Trümmerfall.

Etwa 50 Gäste seien in der Folge in die Tiefgarage gebracht worden, die nun als Schutzraum genutzt werde. «Wir haben die Sonnenliegen von draussen nach innen geholt, um hier schlafen zu können», zitiert «Nonstop News» den Touristen. Es herrsche Ungewissheit.
EDA: Keine Kenntnis von verletzten Schweizern
05.30: Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat am Sonntagnachmittag bekanntgegeben, dass es bislang keine Kenntnis habe von verletzten oder getöteten Schweizer Staatsangehörigen.
Es bestätigt jedoch, dass mehrere Personen wegen der Einschränkungen im Flugverkehr nicht ausreisen können.

Über die Helpline seien bereits mehr als 300 Anfragen eingegangen, die Kapazitäten wurden aufgestockt. Das Ministerium habe dessen Kapazitäten deshalb aufgestockt.
Sie stünden ausserdem in Kontakt mit denjenigen Schweizerinnen und Schweizern, die aufgrund von Einschränkungen im Luftverkehr die Region nicht verlassen können. Diese würden «im Rahmen der Möglichkeiten» unterstützt.
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Organisierte Evakuierungen sind derzeit nicht vorgesehen; Betroffene sollen verfügbare kommerzielle Verbindungen nutzen und den Anweisungen der lokalen Behörden folgen. Die Schweiz ruft alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zur Deeskalation auf.
Nach Einschätzung des Touring Club Schweiz könnten weltweit rund 1500 Schweizerinnen und Schweizer von den Reiseunterbrüchen betroffen sein. Gleichzeitig verlängerte die Fluggesellschaft Swiss ihre Aussetzung der Flüge nach Dubai und Tel Aviv, während zahlreiche Airlines die Region weiterhin meiden.
















