Wegen des Ausbruchs des Coronavirus werden die Hände heute zur Begrüssung kaum mehr geschüttelt. Ein Virologe erklärt die Gefahr hinter dem Handschlag.
Handschlag Händeschütteln Coronavirus
Wegen des Coronavirus wird häufig auf Händeschütteln verzichtet. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Durch die Corona-Pandemie sind Begrüssungsformen wie Handschläge verloren gegangen.
  • Das BAG empfiehlt, auf Händeschütteln und Begrüssungen mit der Faust zu verzichten.
  • Ein Virologe sagt, die Weitergabe über die Hand bleibe eine relevante Übertragungsart.

Begrüssungsformen wie Küssen, Umarmen oder Handschläge: Sie alle gehörten vor der Pandemie zum Alltag. Doch das hat sich mit dem Ausbruch und der Verbreitung des Coronavirus geändert.

Denn das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt seither, wegen des Coronavirus auf solche Begrüssungen zu verzichten. Stattdessen haben sich einige Begrüssungsalternativen wie der Ellbogengruss entwickelt.

Coronavirus: Wie wird die Begrüssung in der Bevölkerung nach Corona gehandhabt? - Nau.ch

Auch deswegen sind die vorherigen Begrüssungsformen bei vielen Menschen noch nicht wieder zurückgekehrt. In Firmen bleiben Handschläge und ähnliche Begrüssungen ebenso aus. So auch in der Nau.ch-Redaktion, wo die Begrüssung mit der Faust eigentlich Bestandteil der Team-Kultur war.

Doch wie gefährlich ist eine Begrüssung per Handschlag aus virologischer Sicht aktuell noch – auch für Geimpfte? Nau.ch hat beim Virologen Andreas Cerny nachgefragt.

«Relevante Übertragungsart» des Coronavirus

«Die Übertragung über die Hand, welche mit Sekreten der Atemwege oder der Nase einer infizierten Person in Kontakt kommt, ist eine relevante Übertagungsart des Virus», warnt Cerny. Hände weg von anderen Händen also!

Wie handhaben Sie die Begrüssung?

Im Moment erlebe die Schweiz eine langsam rückläufige Entwicklung der Fallzahlen. «Wobei unsere Nachbarländer Deutschland, Frankreich und Italien in der letzten Woche tiefere Fallzahlen hatten als wir.»

Deshalb seien die Impfung und die Hygienemassnahmen weiterhin enorm wichtig, um zu einem normalen Leben zurückkehren zu können.

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