Das Coronavirus hat unsere Begrüssungsrituale verändert. Seit dem Beginn der Pandemie werden die Hände kaum mehr geschüttelt. Bleibt das auch künftig so?
Coronavirus: Wie wird die Begrüssung in der Bevölkerung nach Corona gehandhabt? - Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Corona-Pandemie hat einen starken Einfluss auf unsere Begrüssungsrituale.
  • Wird der klassische Handschlag in der Bevölkerung überhaupt noch gebraucht?
  • Nau.ch macht die Strassenumfrage.

Sich die Hände zu schütteln war vor dem Ausbruch des Coronavirus ein gängiges Begrüssungsritual in unserer Kultur. Doch wegen den geltenden Hygieneregeln wird heute in vielen Fällen darauf verzichtet.

Stattdessen haben sich zahlreiche Begrüssungsalternativen entwickelt: Der Faustschlag. Der Ellenbogencheck. Das Zunicken. Oder einfach gar nichts.

Coronavirus: Begrüssung unterscheidet sich je nach Alter

Man kann im Grunde so begrüssen, wie man das gerade möchte, ohne dabei respektlos zu wirken. Trotzdem kommt es immer wieder zu unangenehmen Situationen, wo das Gegenüber etwas ratlos dasteht.

Parmelin Biden Coronavirus
Ein Handschlag wie hier zwischen US-Präsident Joe Biden und Bundespräsident Guy Parmelin ist wegen des Coronavirus fast schon unüblich. - Keystone

Wie wird die Begrüssung in der Bevölkerung gehandhabt? Hat der klassische Händedruck wieder zurückgefunden oder konnte sich das «Fäustli» dank des Coronavirus durchsetzen? Nau.ch hat die Strassenumfrage in Bern gemacht.

Die Antworten fallen je nach Altersgruppe differenziert aus: So schüttelt die 15-jährige Matilda wieder den meisten Menschen die Hand, während die 74-jährige Therese Bieri häufig darauf verzichtet.

Coronavirus Händeschütteln
Wegen des Coronavirus wird häufig auf Händeschütteln verzichtet. - Keystone

«Nur wenn die Hände desinfiziert sind, begrüsse ich die Leute mit Handschlag. Ansonsten gebe ich ihnen das Fäustli», erklärt Bieri.

Mehr Umarmungen nach Pandemie-Ende?

Andere Befragte unterscheiden bei der Begrüssung zwischen Freundeskreis und unbekannten Personen. So würden Michael Hasenfratz (35) und Sven Stauffer (29) wegen des Coronavirus nur Personen umarmen, die sie gut kennen.

Wie handhaben Sie die Begrüssung?

Umso mehr hofft Hasenfratz, dass die momentane Hemmschwelle rund um den Körperkontakt nach der Pandemie gebrochen wird: «Ich hoffe schwer, dass ich wieder viel mehr Umarmungen erhalten werde», lacht der 35-Jährige.

Auch Stauffer glaubt, dass sich die Begrüssungen wieder ändern werden: «Ich glaube, das ist eine reine Gewöhnungssache. Wenn sich die Lage normalisiert hat, werden wir uns wieder normal begrüssen», ist er überzeugt.

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