Zuerst stellten sie sich gegen die Massnahmen um Corona, nun wollen die Massnahmen-Gegner in die Politik: Die Skeptiker gründen eine politische Bewegung.
Demo Luzern coronavirus
Mehrere 100 Demonstranten protestierten in Luzern gegen die Corona-Massnahmen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Massnahmen-Kritiker gründen eine eigene politische Bewegung.
  • An den kommenden Wahlen wollen sie damit auf kantonaler und nationaler Ebene antreten.
  • Es bleibt allerdings bei der Bewegung, eine Partei wird nicht gegründet.

«Aufrecht Schweiz» – so heisst die neue politische Bewegung der Massnahmen-Gegner. Mit dieser wollen sie an den nächsten Wahlen auch auf kantonaler und nationaler Ebene teilnehmen. Eine Partei will die Bewegung allerdings nicht sein.

Nach Angaben der Verantwortlichen will die Bewegung nach der Covid-Gesetz-Abstimmung an den Start gehen, wie der «Tagesanzeiger» berichtet. Das Ziel: Allen, die sich von der derzeitigen Politik enttäuscht fühlen, eine Heimat zu geben. Dabei geht es vor allem auch um das Coronavirus und die Impffrage.

Mass-voll nicht dabei

Hinter der Bewegung stehen neun Bürgerbewegungen, die grösste und wichtigste davon sind die «Freunde der Verfassung». Nach eigenen Angaben zählt diese Bewegung bereits 22'000 Mitglieder. Mass-voll hingegen ist nicht mit von der Partie.

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Mitglieder des Vererins «Mass-voll» demonstrieren vergangenes Wochenende in Chur. - Twitter/mass-voll

Aber warum handelt es sich nur um eine politische Bewegung und nicht um eine Partei? Ein Grund dafür: Die Bewegung gegen die Massnahmen gegen das Coronavirus ist äusserst heterogen, politisch finde sich dort von links bis rechtsextrem alles.

Der gemeinsame Nenner reicht nicht für ein Parteiprogramm aus, wie der «Tagesanzeiger» schreibt. Die politische Bewegung einigte sich daher einfach auf zwei Punkte: die Rückkehr zur verfassungsmässigen Ordnung sowie wieder einen Fokus auf die individuellen Freiheitsrechte.

Bewegung bekämpft neben Corona auch Lobbyismus

Zudem will «Aufrecht Schweiz» gegen Lobbyismus vorgehen. Wer für ein Amt kandidiert, darf nicht in Verwaltungsräten oder Lobby-Organisationen Einsitz nehmen.

Coronavirus
Coronavirus: Demo in Freiburg am 6. November 2021. - Nau.ch / Aydemir

Klar ist auch: Die neue Bewegung will an den Parlamentswahlen im Herbst 2023 teilnehmen. Die kantonalen Wahlen würden bis dahin als Tests angesehen werden, sagt Peter Eberhart, Gründungsmitglied von Aufrecht. Wer neben ihm auch noch kandidieren wird, ist bisher allerdings unklar.

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