In der Schweiz sind 1614 Personen in Folge des Coronavirus gestorben, 30'618 sind infiziert. Der Bundesrat hat die «ausserordentliche Lage» ausgerufen.
Coronavirus
Corona-Patienten auf einer Intensivstation. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • 30'618 Personen wurden bisher in der Schweiz positiv getestet, 1614 sind verstorben.
  • Neueste Zahlen vom 19. Mai: +21 Infizierte +11 Tote innerhalb von 24 Stunden.
  • Hier im Ticker finden Sie alle nationalen und internationalen News zum Coronavirus.

Hier geht finden Sie die neusten Coronavirus News.

19.50: Die Niederlande werden ab dem 1. Juni einen weiteren Schritt zurück in Richtung Normalität machen.

Dann sollen alle Schulen und eingeschränkt auch Museen, Theater, Kinos, Restaurants und Cafés wieder geöffnet werden. Dies teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag in Den Haag mit.

Coronavirus - Niederlande
Königin Maxima (r) der Niederlande unterhält sich während eines Besuchs in einem Distributionszentrum der «Food Bank» mit Freiwilligen darüber, wie sich die Corona-Pandemie auf ihre Arbeit auswirkt. Foto: Patrick Van Emst - dpa

Gaststätten, Theater und Kinos dürften aber vorerst nur jeweils 30 Personen empfangen. Überall müsse ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Im öffentlichen Nahverkehr müssen Reisende ab dem 1. Juni einen Mundschutz tragen.

Die deutlich positiven Entwicklungen bei den Infektionen rechtfertigten die Lockerungen, sagte Rutte. "Wir dürfen Vertrauen haben, aber wir müssen wachsam bleiben."

Eine nächste Stufe der Lockerungen ist für den 1. Juli geplant. Aus Sorge vor zu grossem Andrang an Stränden und in Städten dürfen Gaststätten und Terrassen nicht bereits am Pfingstwochenende öffnen.

In den Niederlanden wurden bisher 44'141 Corona-Infektionen registriert. 5715 Menschen starben. (Stand 19. Mai)

17.30: In Deutschland demonstrierten am Wochenende wieder mehrere Tausend Menschen gegen die Coronavirus Schutzmassnahmen. Die Gründe für die jeweilige Teilnahme sind vielfältig.

In einem Beitrag der «ARD» etwa war der 84-jährige Alfons Blum zu sehen. Aufgewühlt erzählt er dem Journalisten, weshalb er auf die Strasse geht.

«Meine Frau ist in einem Pflegeheim seit Mitte Dezember.» Seit bereits acht Wochen habe er sie nicht mehr gesehen. «Es ist eine seelische Folter.» Vorher habe er sie trotz Coronavirus jeden Tag besucht.

Ein älterer Herr erzählt im deutschen Fernsehen, warum er an einer Anti-Lockdown-Demonstration teilnimmt. - ARD

Doch dann mischt sich ein Mann ein, schreit Blum ungefragt regelrecht an: «Dank Merkel-Regime». «Keine Sau» habe sich etwa dafür interessiert, dass die Sterberate wegen der Influenza 2017/18 höher gewesen sei. «Wenn du ARD und ZDF zuhörst, hast du praktisch die Kontrolle über dein Leben verloren!»

Coronavirus Demonstrant: «Man muss auch mal vernünftig bleiben»

Die Antwort von Alfons Blum darauf: «Man muss auch mal vernünftig bleiben.» Gegenüber «T-Online» führt er aus, er sei nicht zur Demonstration gegangen, um jemandem Vorwürfe zu machen. Er habe einfach sein Schicksal mit anderen teilen wollen, danke jedem Menschen, der ihm zuhöre.

Es sei die erste Teilnahme an einer solchen Kundgebung gewesen und er hätte es sich anders vorgestellt. «Da waren so aggressive Menschen, meines Erachtens ging es vielen nur darum, Radau zu machen», wird er von «T-Online» zitiert.

14.25: Die Swiss wird ihren Mitarbeitenden, die in Kurzarbeit sind, nicht mehr den vollen Lohn zahlen. Dies schreibt die «Handelszeitung».

Die Swiss bestätigt diese Information und teilt mit: «Die Swiss gleicht ab Juli die aufgrund von Kurzarbeit entstandene Lohneinbusse nicht mehr aus. Dabei erfolgt keine Lohnreduktion unterhalb von 4000 Franken pro Monat.»

Fluggesellschaft Swiss
Maschinen der Fluggesellschaft Swiss. - Keystone

Dies gelte für Boden- und Kabinenmitarbeitende. Allerdings müsse das Kabinenpersonal noch darüber abstimmen, sagte ein Swiss-Sprecher. Die Verhandlungen mit dem Pilotenverband befinden sich kurz vor Abschluss, so die Swiss. Bisher wurde das Salär der Mitarbeitenden, die bei der Swiss in Kurzarbeit sind, aufgestockt durch das Unternehmen: Statt nur 80 Prozent ihres bisherigen Lohns erhielten sie wie gewohnt 100 Prozent.

11.58: Das BAG hat eben die neusten Zahlen zum Coronavirus publiziert. Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden 21 Neuinfektionen gemeldet. Somit wurden in der Schweiz 30'618 Fälle laborbestätigt.

Elf neue Todesopfer

Gestorben innerhalb der letzten 24 Stunden sind elf Personen. Gesamthaft sind es mittlerweile 1614 Personen.

11.24: Gestern kurz nach 18 Uhr mitten in Genf. Rund 2000 Velofahrer sind einem Aufruf in sozialen Medien gefolgt. Sie demonstrieren mitten in der Rhonestadt mit einem Velo-Corso für mehr Velowege, insbesondere auch im Zentrum von Genf.

Auf Fotos und Videos in sozialen Medien sind die Velo-Demonstranten zu sehen, wie sie ohne Social Distancing durch Genf radeln. Der Autoverkehr kommt zum Stillstand. Auch das Demo-Verbot scheint in Genf ausser Kraft gesetzt. Die Polizei war vor Ort, stoppte die Velo-Demo aber nicht.

Wie die «Tribune de Genève» schreibt, kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen Velofahrern und Automobilisten.

11.22: Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Deutschland mehr als 20'400 Mitarbeiter von Kranken- und Pflegeeinrichtungen infiziert. Diese Angaben macht das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) heute.

Coronavirus: Fast 12'000 Spital-Mitarbeiter in deutschen Kliniken infiziert

Alleine in Spitälern und Praxen verzeichnete das RKI bislang mehr als 11'800 Corona-Fälle (Stand 18.5. 0.00 Uhr).

09.41: Die SBB kommt Geschäftsmietern entgegen. Läden, welche von einer behördlichen Schliessung betroffen sind, müssen für die Zeit des Lockdowns keine Miete zahlen. Betriebe, welche offen bleiben durften, erhalten eine Mietzinsreduktion, abhängig vom Umsatzrückgang.

Laut einer Medienmitteilung werden über 1200 Mietverträge angepasst. Von der Regelung profitieren primär Laden- und Gastrobetriebe in den Bahnhöfen.

Eine Reduktion der Geschäftsmieten während der Corona-Krise war auch während der Sondersession ein wichtiges Thema. Allerdings konnten sich National- und Ständerat nicht auf eine Lösung einigen. Das Thema wird im Juni erneut behandelt.

09.25: Die israelische Regierung hat die im Zuge der Corona-Pandemie verhängte Maskenpflicht vorübergehend gelockert. Grund ist eine Hitzewelle in dem Land mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius.

Bis zum Wochenende sei es Schülern gestattet, ihre Masken in Klassenräumen abzusetzen. Das teilte der neue Gesundheitsminister Juli Edelstein am späten Montagabend mit.

Coronavirus Israel Maskenpflicht
Die israelische Regierung muss wegen der Hitze – bis auf 40 Grad steigen die Thermometer derzeit – die Maskenpflicht vorübergehend lockern. - dpa

Auch auf öffentlichen Plätzen sei die Maskenpflicht vorerst ausgesetzt, ausgenommen bei Versammlungen. Der Kampf gegen das Coronavirus sei wichtig, sagte Edelstein, aber auch die Hitzewelle könne gefährlich sein.

Coronavirus: Noch bis Donnerstag mindestens 40 Grad

In Israel werden noch bis einschliesslich Donnerstag Temperaturen von knapp 40 Grad Celsius erwartet. Danach sollen sie unter 30 Grad fallen. Israel kam bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie.

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