Die Schweizer Armee hat fünf Elitesoldaten entlassen – weil sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollten.
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Schweizer Armee-Angehörige (Archivbild). - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Armee hat fünf Armeeangehörige entlassen.
  • Der Grund: Sie weigerten sich, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.
  • Dagegen haben die Betroffenen Beschwerde beim Bundesgericht eingelegt.

Im Kommando Spezialkräfte der Schweizer Armee (KSK) arbeiten die besten Soldaten der Schweiz. Seit dem 1. Juni müssen sie auch gegen das Coronavirus geimpft sein. Dies hatte der Oberfeldarzt entschieden.

Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, weigerten sich jedoch mindestens fünf Angehörige des KSK. Die Armee hat den Betroffenen deshalb die Kündigung ausgesprochen, wie Armeesprecher Daniel Reist gegenüber der Zeitung bestätigt. Sie seien mehrmals ermahnt worden, dass ohne eine Impfung ihre kurzfristige Einsatzbereitschaft im Ausland nicht mehr gegeben sei.

Kündigungen kommen vors Bundesgericht

Entlassen wurden demnach drei Spezialisten aus dem Spezialdetachement der Militärpolizei und zwei Soldaten des Armeedetachements 10. Auch Verteidigungsministerin Viola Amherd und Armeechef Thomas Süssli stützten die Kündigungen.

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Bundesrätin Viola Amherd an einer Medienkonferenz am Dienstag, 16. November 2021, in Bern. - keystone

Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate. Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen. Laut dem «Tages-Anzeiger» haben mehrere Armeeangehörige Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht. Dieses müsse nun entscheiden, ob die Rechtsgrundlage für die Kündigungen sachlich gerechtfertigt waren.

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