Bundesrat

    Bundesrat will Kampf gegen invasive Schädlinge verstärken

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die aus Asien eingeschleppte Marmorierte Baumwanze setzt dem Obst- und Gemüsebau zu und macht immer grössere Teile der Ernte zunichte. Der Bundesrat möchte angesichts der Schäden in Millionenhöhe nicht länger zuschauen und die Schädlingsforschung verstärken.

    Die Marmorierte Baumwanze - umgangssprachlich auch Stinkkäfer genannt - verärgert viele Obstbauern. Der Bundesrat will den Kampf gegen den invasiven Schädling verstärken. (Archivbild)
    Die Marmorierte Baumwanze - umgangssprachlich auch Stinkkäfer genannt - verärgert viele Obstbauern. Der Bundesrat will den Kampf gegen den invasiven Schädling verstärken. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Er beantragt die Annahme einer entsprechenden Motion von Nationalrat Philipp Kutter (CVP/ZH), welche Politiker aus allen Fraktionen mitunterzeichnet haben.

    Konkret fordert der Vorstoss den deutlichen Ausbau der Forschung und Beratung im Kampf gegen die Marmorierte Baumwanze im Speziellen und der invasiven Krankheitserreger im Generellen.

    Die Schäden, die die Marmorierte Baumwanze - umgangssprachlich auch Stinkkäfer genannt - in der Schweiz verursache, sowie der Mangel an effizienten Massnahmen zur Bekämpfung dieser Schädlinge seien dem Bundesrat bekannt, schreibt dieser in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf die Motion. Die Gefahr rechtfertige «eine substanzielle Erhöhung der Mittel».

    Der Bundesrat geht davon aus, dass für vier Jahre rund eine halbe Million Franken pro Jahr zusätzlich benötigt werden, um Forschungsarbeiten über die Marmorierte Baumwanze zu finanzieren. Ein zusätzlicher Finanzbedarf würde vom Bundesrat bestimmt und dem Parlament beantragt.

    Nach der Neuorganisation der Forschungsanstalt Agroscope würden aufgrund von Effizienzsteigerungen Mittel frei, die unter anderem für die Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden könnten, schreibt der Bundesrat. Die Marmorierte Baumwanze sei nur ein Beispiel einer Vielzahl neu in der Schweiz vorkommender Arten, deren Ausbreitung bekämpft werden müsse.

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