FC Basel

Basler Flüsterer «BSssst!»: Deshalb reiste Karli mit Töffli zur Nati

Redaktion
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Basel,

Lasst hören aus alter Zeit: FCB-Legende Karl Odermatt (83) hat die unglaublichsten Anekdoten auf Lager. Zum Beispiel, wie sich ein Bundesrat für ihn einsetzte.

basel flüsterer
Wissen, worüber in Basel diskutiert wird? Hier erfährst du es. Das Bild zeigt den bekannten Wilden Mann aus dem Kleinbasel. - keystone / Nau.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Basler Flüsterer «BSssst!» liefert Gesprächsstoff vom Rheinknie.
  • Ob kultige Auftritte von Basler Köpfen, Personalien aus der Szene oder Anekdoten.
  • Hast du was gehört oder gesehen? Schreib uns: [email protected].

Seit Januar 2026 gibt es auf Nau.ch den Basler Flüsterer «BSssst!». Ganz nach dem Vorbild der kultigen «Flüstertüte» aus Bern. Kompakt, pointiert und mit Augenzwinkern. Den Blick hinter die Kulissen der Politik, des gesellschaftlichen Lebens und der Basler Szene gibt es jetzt hier.

Deshalb reiste Karli mit dem Töffli zur Nati

FCB-Legende Karl Odermatt (83) ist immer für eine Anekdote gut. Kürzlich erzählte er in der Sendung «Schabernitwohr» von Telebasel folgende wahre Geschichte: Als sich die Schweizer Nati 1965 für das entscheidende WM-Quali-Spiel gegen Holland vorbereitet, steckt Odermatt auf einer abgelegenen Alp im WK und bekommt von seinem Vorgesetzten keinen Urlaub. Erst auf Befehl von Bundesrat Paul Chaudet lässt ihn die Armee kurz vor dem Spiel ziehen. Mit einem Töffli fährt Karli von der Alp nach Liestal BL, dann weiter mit dem Zug.

Kurz vor dem Abschlusstraining trifft er in Bern ein. Der Rest ist Fussball-Geschichte: Die Schweiz gewinnt 2:1 und reist 1966 an die WM in England (wo der Basler Schiri Gotti Dienst die Engländer mit dem umstrittenen Wembley-Tor zu Weltmeistern macht).

Der Flüsterer hat zum Thema Odermatt und Armee noch weiterrecherchiert: Nach der wilden Töffli-Story wurde Füsilier Odermatt ins beschaulichere Bataillon 54 umgeteilt. An jedem WK-Standort spielte fortan eine 54er-Auswahl unter Captain Karl Odermatt ein Plauschspiel gegen ein lokales Team. Das habe jeweils zu Menschenaufläufen und veritablen Volksfesten geführt. (28.04.)

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Kinder schaufeln eifrig am Birsköpfli

Am morgigen Samstag ist «Tag des Baumes». Um diesen Anlass zu würdigen, pflanzt die Stadtgärtnerei Basel jedes Jahr den «Baum des Jahres». Gekürt wird dieser seit 1989 von der Dr. Silvius Wodarz Stiftung, für 2026 bekam die Zitterpappel den Zuschlag.

Um diesen Baum – auf lateinisch «Populus tremula» genannt – zu pflanzen, organisierte die Stadtgärtnerei herzige Unterstützung. Mehrere Kinder des Kindergartens Zürcherstrasse griffen zur Schaufel und halfen am Birsköpfli tatkräftig mit, wie der Flüsterer beobachtete.

«Es handelt sich um ein typisches Holz, mit welchem in Italien Holzschuhe gemacht werden», erklärte Emanuel Trueb, Leiter der Stadtgärtnerei.

Stolz erzählte er auch den Anwesenden, aus welchem Grund das Laub dieses Gewächses «zittert». Der seitlich abgeflachte Blattstiel sorgt dafür, dass sich die Krone schon bei leichtem Wind bewegt.

Noch bis Ende Juli bleibt Trueb in seiner leitenden Rolle bei der Stadtgärtnerei. Dann geht er in Pension. Auf ihn folgt die Historikerin Petra Huser. (24.04.)

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«Reise nach Basel»

Grosse Freude beim Basler Flüsterer: Da holt sich Kandidat Tom Wollnik eine halbe Million Euro bei der Quiz-Sendung «Wer wird Millionär?» von RTL. Und was antwortet der Glückliche auf die Frage von Moderator Günther Jauch, was er mit diesem Betrag zu unternehmen gedenke? «Eine Reise nach Basel!» Darauf Jauch: «Zu den Banken?» Dann der Kandidat: «Nein, ein Museumsbesuch.»

Das ist natürlich beste Werbung für die Museumsstadt Basel mit ihren fast 40 Museen. Bleibt die Frage, was Wollnik nach der Reise mit den restlichen 499‘000 Euro macht… (21.04.)

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Die trennende Wand macht alle sauer

In der Stadt Basel gibt es nicht nur die Problematik fehlender Turnhallen, sondern neuerdings auch noch eine Wand, die sich nicht hochziehen lässt.

Das Drama spielt in der Turnhalle Sandgruben in der Nähe des Badischen Bahnhofs. Die klemmende Trennwand unterteilt die Halle seit Wochen. Somit können Trainings nur auf engem Raum stattfinden. Und Meisterschaftsspiele über das ganze Feld fallen alle aus.

handball basel
In der Turnhalle Sandgruben können derzeit keine Meisterschaftspartien über das ganze Feld absolviert werden. Hier ein Archivbild aus der Turnhalle Bäumlihof. - TV Kleinbasel

Das lokale Portal «Prime News» hat ein Training der Handball-Junioren des TV Kleinbasel besucht und die Problematik mit Videoaufnahmen dokumentiert. Ziemlich eng, um Spielzüge auszuprobieren…

Erst im August, so das Sportamt, könne die Panne behoben werden. Fachkräftemangel auch hier. «Ist ja verständlich, dass wir am Tabellenende sind», sagt ein frustrierter Handball-Junior dem Flüsterer. (13.04.)

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Jetzt geklärt: Hockeygott ist Baselbieter!

Wieso weiss der Flüsterer plötzlich, wer der vielzitierte Hockeygott ist? Ganz einfach: Er hat bei der MySports-Übertragung von Spiel 6 des Playoff-Viertelfinals Rapperswil-Jona Lakers gegen Fribourg-Gottéron gut aufgepasst.

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Kevin Schläpfer ist Sportchef beim EHC Basel. - Nau.ch

In der zweiten Drittelspause, beim Stand von 3:1 für die Freiburger, sagt TV-Experte Christian Wohlwend, man müsse nun «den Hockeygott fragen», ob er Lust habe, Rappi zu helfen. Moderatorin Daniela Milanese hakt nach, sie möchte endlich wissen, wer dieser Hockeygott eigentlich sei. Darauf Wohlwend schlagfertig: «Ich bin es nicht. Aber Kevin Schläpfer ist hier im Stadion

Milanese Wohlwend
Christian Wohlwend und Daniela Milanese diskutieren in einer Drittelspause über den Hockeygott. Gewusst? Es ist Kevin Schläpfer. - keystone/SRF

Alles klar! Kevin Schläpfer (56) ist Sportchef des EHC Basel. Der Baselbieter Charismatiker begann seine Karriere bei Zunzgen-Sissach. Mit Lugano wurde Schläpfer 1990 Schweizer Meister und machte sich später als Trainer, unter anderem bei Biel, einen Namen. (01.04.)

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Der schöne Dani und der Serrano-Schinken

Wer kennt ihn nicht in Basel? Ob Radio Basilisk, Telebasel oder irgendein Käferfest: Dani von Wattenwyl moderiert in der Region einfach alles weg. Der 53-Jährige ist auch Inhaber, Leiter, Regisseur und Schauspieler im «Kulturhuus Häbse», über das Telebasel auffallend häufig berichtet. Manchmal sogar anmoderiert von ihm selber…

dani von wattenwyl
Tausendsassa und Theaterchef Dani von Wattenwyl. - haebse.ch

In seiner Kolumne in der «Basler Zeitung» schrieb von Wattenwyl neulich, welche Forderungen von Schauspielern an ihn als Häbse-Chef herangetragen werden. Das geht von teuren Hotels über fein geschnittenen Serrano-Schinken in der Garderobe bis zum Bio-Hähnchenschenkel. Auch die No-Gos sind klar definiert: zum Beispiel kein abgepackter Schnittkäse!

Das erinnert fatal an die langen, mit Sonderwünschen bespickten Verträge von Rockgruppen wie den Rolling Stones (bitte Cricket im TV-Kanal) oder Coldplay (bitte Becks-Bier und ja nicht Stella). Bekanntestes Beispiel: Bei Van Halen mussten zuvor alle braunen Exemplare aus der M&M-Schale entfernt werden. Hintergrund: Wer die M&M-Klausel auf Seite 89 umsetzt, muss ein seriöser, vertrauenswürdiger Veranstalter sein.

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David Lee Roth (links) und Eddie Van Halen performen im Jahr 2015 im US-Bundesstaat New York. - keystone

Ist Dani von Wattenwyl mit der Serrano-Klausel auch auf diesen Van-Halen-Trick hereingefallen? Wir vernehmen es vielleicht an der nächsten Fasnacht, wo der «schöne Dani» als Narzist zuverlässig ein Thema ist.

Ach so, der Flüsterer möchte noch den Titel der Kolumne nachliefern: «Wie Narzissmus salonfähig wird». (27.03.)

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Baschi montierte fehlerfrei eine Lampe!

Heute präsentierte Baschi (39) seinen neuen Song «Huus boue» auf SRF3. Er handelt davon, dass er zwei linke Hände, aber ein grosses Herz habe.

Der FCB-Fan aus Gelterkinden BL hatte aber kürzlich ein Erfolgserlebnis der anderen Art: Ihm gelang doch tatsächlich das Montieren einer Lampe. Er bot dem ungläubigen Moderator sogar ein Beweisfoto an. Nun gut, denkt sich der Flüsterer, mit zwei linken Händen könnte ich auch ein Foto einer brennenden Lampe hinbekommen.

baschi
Grosser Jubel auch in Gelterkinden: Baschi montiert erfolgreich eine Lampe. - keystone

Baschi ist übrigens genau das Gegenteil seines Schwiegervaters, Fussballgott Günter Netzer (81). Der hatte zwei rechte Füsse, und das nicht zu knapp. (23.03.)

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Schlecht für Sissach: Jetzt auch noch Schimmelwein

Jedes Mal, wenn der Flüsterer mit der Bahn an Sissach BL vorbeifährt, ärgert er sich über die halb zerstörte Villa Tschudy.

Diese ist seit vier Jahren mit Gerüst und Notdach versehen. Und mittlerweile das hässliche Wahrzeichen der Gemeinde. Nebst dem mit «Fuck SVP» versprayten Nebiker-Kamin…

Der Besitzer der Villa, Weinhändler Laurent de Coulon, liess 2022 zwei Bagger auffahren, um die Villa, deren Schutzwürdigkeit noch umstritten ist, abzureissen. Die Polizei verhinderte die Freveltat nur zur Hälfte.

Jetzt kommt de Coulon schon wieder in die negativen Schlagzeilen. Am Mitwoch bestätigte das Kantonsgericht den Entscheid, die Weinhandlung, ebenfalls in Sissach, zu schliessen.

Dabei kam aus, dass sich die Situation mit Schimmel und Rost nicht verbessert hat. Trotz behördlicher Schliessung und 5000 Franken Busse habe er den Betrieb einfach weitergeführt. Der Schimmel sei auch schon im Wein angekommen. Na dann Prost! (20.03.)

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Krähenplage: Frau Huser, übernehmen Sie!

Der Flüsterer war spontan erstaunt, als er die Wahl von Petra Huser zur neuen Chefin der Stadtgärtnerei Basel vernahm. Denn sie ist mit ihrem Curriculum weit weg von Flora und Fauna, um es elegant auszudrücken. Die 43-Jährige hat unter anderem Ethnologie (Menschen!) studiert und arbeitete bei den kantonalen Medizinischen Diensten (Menschen!).

Aber mit Blick auf die Krähenplage kann die unbeschwerte Aussensicht überhaupt nicht schaden, denkt sich der Flüsterer. Husers Vorgänger machte neulich auf «Telebasel» einen ratlosen Eindruck. Alles habe nichts gebracht und jetzt könne es eventuell noch die KI richten…

huser
Petra Huser ist die neue Leiterin der Stadtgärtnerei Basel-Stadt. - zVg

Nein, es gibt eine einfache Lösung: das Bieler Modell. Ganz einfach an neuralgischen Stellen, wie zum Beispiel vor Balkonen oder Spitälern, die Nester entfernen. Und zwar mitsamt den Eiern!

Bisher wurden Nester in Basel nur ausserhalb der Brutzeit entfernt. Für die Beseitigung der Eier braucht es zwar eine Sonderbewilligung, aber danach ist auf diesem Baum Ruhe.

Und die Geburtenrate der lauten (und gescheiten) Biester sinkt endlich wieder mal. Bevor alle anderen Vögel (und Menschen!) vertrieben sind. Frau Huser, übernehmen Sie! (16.03.)

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Diesen Hockey-Club unterstützt FCB-Lichtsteiner

Am Freitag lud der FC Basel zu seiner routinemässigen Vorschau-Medienkonferenz vor dem Spiel gegen Servette.

Ungewöhnlicherweise kam plötzlich durch die Frage eines Journalisten das Thema Eishockey auf. Während der EHC Basel in der Swiss League bereits die Segel streichen musste, geht es in der höchsten Schweizer Spielklasse jetzt nämlich erst richtig los.

Nicht unerheblich ist dies für FCB-Trainer Stephan Lichtsteiner. Denn dieser agiert beim HC Lugano als Verwaltungsrat. Die Tessiner beendeten die Qualifikation auf dem fünften Rang und stehen somit direkt im Viertelfinal.

Über die Präsidentin, Vicky Mantegazza, die Lichtsteiner schon länger kenne, sei er zu dieser Position gekommen, erzählt er. «Hockey, finde ich, ist ein mega cooler Sport.»

Mit seinem Vater als Kind sei er öfters im Hockey-Stadion gewesen. Jedoch nicht in Lugano, sondern in Zug. Am Wochenende wartet auf den Coach wieder eine andere Art von dünnem Eis, denkt sich der Flüsterer. (13.03.)

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Prominenter Polit-Besuch in der Kaserne Basel

«Pussy Riot», das russische Polit-Punk-Kollektiv, tritt am 12. April in der Kaserne Basel auf. Schon vor vier Jahren kamen die feministischen Aktivistinnen, die nur noch ausserhalb Russlands auftreten können, in die Rheinstadt.

Pussy Riot
Die Punkband «Pussy Riot». - Keystone

Nach Kirchen- und Putin-feindlichen Auftritten erlebten die Aktivistinnen in ihrer Heimat Repression und Gefängnisaufenthalte. Sogar die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel setzte sich für die Frauen ein.

Kaserne Basel
Blick auf das Kasernenareal in Basel. - keystone

Auch an die Schweiz haben die Russinnen nicht nur gute Erinnerungen: Im August 2022 wurden sie in Wabern/Köniz BE beim Sprayen gegen den Krieg erwischt. Die Busse akzeptierte das Kollektiv nicht. Deshalb musste die Gemeinde Köniz entscheiden, ob eine Hauptverhandlung angesetzt werden soll. Angesichts des geringen Sachschadens an der ohnehin schon versprayten Betonmauer verzichtete man auf ein teures Verfahren. (11.03.)

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Otele gewinnt «FCB-Duell»

Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten. Frei nach diesem Motto liess der FC Basel im Winter seine zwei Leistungsträger Jonas Adjetey (22) und Philip Otele (26) in die deutsche Bundesliga ziehen.

Am vergangenen Wochenende trafen die beiden aufeinander, mit dem besseren Ende für den Nigerianer. Im Nordduell schlägt Oteles Hamburger SV auswärts Adjeteys VfL Wolfsburg mit 2:1. Beide Akteure spielten von Beginn weg. Tore trug keiner der beiden in diesem Spiel bei.

Hingegen verursachte Adjetey den entscheidenden Elfmeter. Einen Tag später wurde Trainer Daniel Bauer entlassen. (09.03.)

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Hier bringt der Roboter die Pizza

Die Wyniger-Gruppe führt in Basel eine Reihe von Restaurants. Darunter: Teufelhof, Ufer7, Taverne Johann, Beschle, Matisse und Waldhaus. Dazu kommt jetzt die «Otto Pizza» an der Hammerstrasse.

maradona
Diego Armando Maradona begrüsst an der Eingangstüre die Gäste von «Otto Pizza». - Nau.ch

Der Flüsterer machte einen Testbesuch. An der Eingangstüre wurde er von einem schönen Maradona-Foto begrüsst (die Wynigers sind Fussball-affin). Beim Essen der leckeren Pizza kam es zur zweiten Überraschung: Am Nebentisch servierte ein mehrsprachiger Roboter in Form eines Servierwagens (siehe Bild). Die Kinder waren begeistert.

roboter pizza
So sieht der Servier-Roboter in Aktion aus. - Nau.ch

Der Roboter sei «als Gag und als Unterstützung» gedacht, sagte eine Angestellte. Aber bei einem vollen Lokal verliere er noch die Orientierung. (03.03.)

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Stadt-Original -minu kommt ins Kino

Die beiden Basler Filmschaffenden Lucia Hunziker und Jonathan Hug planen einen Dok-Film über das Stadt-Original -minu (78). Der exzentrische Autor heisst eigentlich Hanspeter Hammel und hat als lebende Legende ein filmisches Denkmal mehr als verdient.

-minu Basel
Das Basler Stadt-Original -minu (78) erhält einen Dok-Film. - minubasel.ch

Das Projekt wird von der Förderung Film- und Medienkunst der Region Basel mit 30‘000 Franken unterstützt. Hierbei handelt es sich um einen Drehbuch-Entwicklungsbeitrag. Es könnte also noch eine Weile dauern, bis die halbe Stadt ins Kino pilgert. (02.03)

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FCB-Legende Ivan Ergic kommt zurück – als Model

Derzeit auf allen Basler Plakatwänden und Litfasssäulen: Schauspielerin Sarah Spale («Wilder») und weitere Kulturschaffende. Sie machen mit ihren Brillen Werbung für Ramstein Optik.

Der Flüsterer hat vorzeitig vernommen, wer die nächste Ramstein-Kampagne anführen wird: Es ist FCB-Legende Ivan Ergic (45). Das bestätigte ein Firmensprecher gegenüber Nau.ch.

Viele Fans würden sich ja gerne angesichts der FCB-Krise das Mittelfeld-Genie zurückwünschen. Jetzt kehrt er immerhin in Plakat-Form zurück. Auch auf den Barfi, wo er so manchen Titel feiern durfte. (27.02.)

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Deshalb kommt der FCB auch bei den Schnitzelbängg flach heraus

Trump, Trump, Trump, wahlweise mit Karin Keller-Sutter oder Fifa-Boss Gianni Infantino: Das war mit Abstand das Hauptthema der Basler Fasnacht 2026, die heute zu Ende geht. Regional kam die Auto-Bussenfalle Birsfelden unglaublich oft an die Kasse.

fasnacht basel
Die Gemeinde Birsfelden bekam an der diesjährigen Fasnacht ihr Fett weg. - Nau.ch

Die zweifache Überdosis war für den Flüsterer ein Ärgernis. Sprechen sich die Bebbi-Bänggler eigentlich nicht ab? Wenigstens einen bringen wir hier, die «Dipflischisser» waren auch dieses Jahr auffallend witzig:

«Jede Daag im Färnseh, kuum stellsche en a / sehsch dä orangschi Gloon uss Amerika / mir hänn e Leesig gfunde mit KI / s bländet dr Bettware-Fischer y.»

Riesiges Pech hat der FC Basel: Das Double 2025 fiel fasnachtstechnisch völlig zur Unzeit. Vor einem Jahr war der Titel noch nicht in Sicht. Die FCB-Schnitzelbänke thematisierten deshalb vor allem die Körpergrösse von Xherdan Shaqiri, der sich auf Augenhöhe mit dem Japankäfer befinde.

fc basel
FCB-Captain Xherdan Shaqiri im diesjährigen Fasnachts-Trikot. - keystone

Und dieses Jahr fällt die Fasnacht mitten in die FCB-Krise. Kostprobe der «Staibuggler»:

«…mir lyde, rauffe unser Hoor, die Hoch und Tief dien weh / mir maine do nid d Börse, sondern unsre FCB

Immerhin war der missglückte Trainerwechsel zu kurzfristig, um auch darüber mehr oder weniger gepfeffert abzulästern. (25.02.)

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Basler Fasnacht: «Guess»-Geschäft lässt Licht an

Pünktlich um vier Uhr morgens feierten die «drei scheenschte Dääg» mit dem Morgestraich ihren Auftakt. Sämtliche Beleuchtungen in der Innenstadt wurden ausgeschaltet oder abgedeckt, damit die Laternen der Fasnächtlerinnen und Fasnächtler umso heller erstrahlen und die besondere Stimmung gewahrt wird.

Die Bitte, abzudunkeln, gilt auch für Geschäfte. Doch wie der Flüsterer bemerkte, hielt sich der «Guess»-Laden in der Freien Strasse nicht an diese Vorgabe. Dem bunten Treiben tat dieser Lapsus jedoch keinen Abbruch. (23.02)

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SP-Grossrat: Fauxpas mit Feuer-Logo und «Brandloch»

Die Welt hat sich seit dem Flammen-Inferno von Crans-Montana massiv verändert. Das muss jetzt auch SP-Grossrat Claudio Miozzari konstatieren. Der Geschäftsführer einer Kulturagentur bewirbt seine Fasnachtsbar mit einer grossen Flamme und dem Namen «Zundhölzli/Brandloch» (siehe Bild).

Das ist nach dem 1.1.26 ein No-Go, findet der Flüsterer. Zumal Brandschutz Thema Nr. 1 der Vor-Fasnacht war. Dieses Logo hätte der erfahrene Eventmanager stoppen müssen. (19.02.)

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Wühltisch macht Sch(l)uss

Vor ein paar Tagen schlenderte der Flüsterer durch die Basler Innenstadt. An der Schneidergasse sah er am Schaufenster von «Beierer Waffen» die Aufschrift «Wühlkistenwochen» (siehe Bild).

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Das Aktions-Schaufenster von «Beierer Waffen» in der Schneidergasse. - Nau.ch

Sehr gewöhnungsbedürftig bei einem Waffengeschäft, dachte sich der Flüsterer. Kann man da gemütlich in Pistolen und Harpunen wühlen und dann erst noch 100 Franken sparen?

Jetzt liest der Flüsterer in der «BaZ» den wahren Grund für die Aktionstage: Ein Zivilgericht hat über «Beierer Waffen» den Konkurs verhängt. Nicht einmal die Prepper-Szene, die sich aufgrund von Verschwörungstheorien mit Waffen eindeckt, habe den Laden retten können. (13.02.)

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SVP-Witze: Da prustet SP-Nussbaumer los

«Alle Vorstellungen ausverkauft», meldet das Basler Marionetten-Theater jedes Jahr um diese Zeit. Logisch, bei diesem traditionellen, fasnächtlichen Mix von Polit-Puppentheater und Schnitzelbänken.

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Die Vorstellungen des Marionettentheaters waren dieses Jahr innert 14 Minuten komplett ausverkauft. - zVg

Der «Källerstraich 2026» war sogar innert 14 Minuten ausverkauft. Bei der Premiere war als bekanntester Promi Komikerlegende Emil Steinberger (93), der in Basel wohnt, dabei. Der Auffälligste im Publikum war aber der Baselbieter SP-Nationalrat Eric Nussbaumer (65).

nussbaumer
SP-Nationalrat Eric Nussbaumer hatte Freude am «Källerstraich 2026». (Archivbild) - keystone

Er prustete vor allem dann los, wenn sich die Schnitzelbänkler über die SVP oder über US-Präsident Donald Trump lustig machten. (09.02.)

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Basler kämpfen für Kirchenorgel

Der Verein Kulturkirche Paulus übernahm das bedeutende Baudenkmal 2021 von der evangelisch-reformierten Kirche. Heute wird der grosse Raum unter anderem als Chorzentrum und Eventlokal genutzt. Sogar die damalige Bundespräsidentin Viola Amherd unterstützte die Umnutzung.

Pauluskirche Basel Orgel
Die Orgel der Kulturkirche Paulus muss vor dem Zerfall gerettet werden. - Nau.ch/zVg

Auch wenn die Gottesdienste verschwunden sind, will der Verein jetzt die Kirchenorgel vor dem Zerfall retten. Für die Generalüberholung werden 480‘000 Franken benötigt. «Es soll ein Instrument erstellt werden, wie es unter idealen Voraussetzungen anno 1901 in der Pauluskirche hätte stehen können», heisst es im Flyer. Also im Erbauungsjahr der Kirche. Ein hehres Ziel, findet der Flüsterer. Ob wohl Frau Amherd etwas von ihrem Ruhegehalt rüberwachsen lässt? (05.02.)

Beliebtes Möbelgeschäft schliesst

Das traditionelle Basler Möbelgeschäft «Grimsel» an der St.Johann-Vorstadt 38 schliesst. Das Abschiedsfest steigt am 27. März. Dies geht aus dem Newsletter der Grimsel GmbH hervor.

Grimsel Möbelgeschäft Basel
Das traditionelle Basler Möbelgeschäft «Grimsel» schliesst. - Instagram/@grimsel.shop

Dort heisst es: «Ab April 2026 werden wir Grimsel neu ausrichten, Ideen und Projekte in neuer Form verfolgen. Wir legen unseren Fokus auf die Innenarchitektur, auf Einrichtungsprojekte und Farbkonzepte, auf unsere wachsende Serie Grimsel und auf das leidenschaftliche Aufspüren von besonderen Einzelstücken.» Den Ort werde man verlassen, um sich «zukünftig flexibler und leichtfüssiger zwischen diesen Themen bewegen zu können».

Bei aller Leichtfüssigkeit findet der Flüsterer: Schade, denn damit geht ein Treffpunkt für die Freundinnen und Freunde edler Möbelkunst verloren. (04.02.)

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FCB-Raclette ist jetzt verbilligt

Die Märkte reagieren schnell auf die Baisse des FC Basel. In einer Migros-Filiale gibt's das FCB-Raclette jetzt als Aktion zu 25 Prozent verbilligt.

fc basel
25 Prozent weniger kostet das FCB-Raclette in dieser Migros-Filiale. - zVg

Das entsprechende Bild wurde dem Flüsterer zugetragen. Könnte ja auch sein, dass die Konkurrenz durch das Alex-Frei-Fondue schlicht zu gross wurde. (02.02.)

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Strick-Trend jetzt in Basler Kino angekommen

Stricken ist derzeit voll im Trend – das ist bekannt. In Basel wird jetzt sogar im Kino gestrickt. Letzten Freitag war es wieder mal soweit: 40 Frauen strickten im «Stadtkino» drauflos. Und schauten dazu einen norwegischen Film, der sich… ums Stricken dreht. Zweideutiges Motto des Abends: «Eifach gstriggt».

kino stricken basel
Stricken im Kino? Das war vergangenen Freitag im Basler «Stadtkino» möglich. - Screenshot Instragram / @eifach_gstriggt

Das Licht im Kinosaal war übrigens so eingestellt, dass beides gleichzeitig möglich war: Stricken und Filmgucken. Männer waren keine dabei. Die sind ja nicht so multitasking veranlagt, denkt der Flüsterer. (31.01.)

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Matter gegen Matter

Derzeit ist der Kino-Dokfilm «Elephants & Squirrels» in aller Munde. An den Solothurner Filmtagen wurde er mit grossem Erfolg gezeigt, und in Leipzig gewann er die Silberne Taube.

Thema ist die Restitution sri-lankischer Kulturgüter und menschlicher Überreste aus einem Basler Museum und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Produzent des Films ist der Basler Frank Matter (62), mehrfach preisgekrönter Regisseur anderer Kinofilme.

Der Flüsterer weiss: Frank ist der Bruder des Zürcher SVP-Nationalrats Thomas Matter (59). Und die beiden haben das Heu definitiv nicht auf der gleichen Polit-Bühne. Bei der SRG-Halbierungsinitiative stehen sie sich diametral gegenüber.

Die Schweizer Filmbranche ist nämlich sehr stark von der SRG abhängig. Der SVP hingegen ist das öffentlich-rechtliche Medienhaus ein Dorn im Auge. (29.01.)

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Nicht-Vegane essen Veganes

Von Bern nach Basel: Die vegane Bäckerei «BakeryBakery» wurde innert Kürze zum sicheren Wert auf der Passerelle des Bahnhofs Basel SBB. Aber: Viele wissen gar nicht, dass Capucchino, Schoggi-Gipfeli und andere Köstlichkeiten hundertprozentig vegan sind. Zumal das Wort «vegan» aus dem Logo entfernt wurde.

BakeryBakery-Filiale Basel
Die BakeryBakery-Filiale im Bahnhof Basel SBB. - Nau.ch

Der Flüsterer weiss: Die allermeisten Kundinnen und Kunden der «BakeryBakery»-Filialen leben überhaupt nicht vegan. Das hat er in einem Nau.ch-Interview mit Co-Founder Kevin Schmid (33) gelesen. Entscheidend sei, so Schmid, «dass die Leute wegen der Produktqualität und des Ambientes zu uns kommen». (28.01.)

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Regierungsrätin Soland (SP): Nicht ohne meinen Hund!

Die Basler Regierungsrätin Tanja Soland (SP) hat die Finanzdirektion voll im Griff. Sie wird dabei von ihrer Hündin assistiert, die sie ins Büro mitnimmt. Der Transfer von der Kleinbasler Wohnung ins Büro erfolgt stilvoll im Cargobike.

Der Flüsterer hat gehört: Die einen finden's einfach nur herzig. Die andern möchten ihren Hund am liebsten auch grad ins Büro mitnehmen.

tanja soland
Die Basler Regierungsrätin Tanja Soland und ihre treue Begleiterin Canela. - tanja-soland.ch

Übrigens: Solands treue Begleiterin ist eine windhund-ähnliche Podenco-Mischung und hört auf den Namen Canela. Das verrät sie auf ihrer Website. (26.01.)

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Der «Wilde Maa» ist jetzt ein Koreaner

Der Wilde Mann, die historische Kleinbasler Gestalt, ziert unsere Flüsterer-Rubrik. Aber Achtung: Das gleichnamige Restaurant «Zum Wilde Maa» an der Hammerstrasse gibt es seit einigen Monaten nicht mehr. Dort ist jetzt das «Kimchi» mit koreanischer Küche und fermentiertem Kohl.

Der Flüsterer hat das «Kimchi» neulich mit drei Testessern quer durch die Karte ausprobiert. Fazit: Das Angebot ist äusserst lecker.

Und Wirt Dominik Bissegger, vormals «KaBar» an der Kasernenwiese, ist ein angenehmer Gastgeber. Beim Interieur könnte man aber noch zulegen. Auch bei der handgeschriebenen Rechnung (siehe Bild). Zumal die Preise etwas hoch sind. (24.01.)

kimchi basel
Im «Kimchi» werden die Rechnungen noch von Hand geschrieben. - Nau.ch

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Mit Fabian Frei auf dem Barfi

Die Basler Museumsnacht am Freitag war einmal mehr ein grosser Publikumserfolg – mit einer Rekordzahl von rund 41'000 Teilnehmenden, die Hälfte davon Jugendliche.

Dieses Jahr war das Lokal der FCB-Fans nicht mehr dabei. Hingegen war Klublegende Fabian Frei mit von der Partie. Zusammen mit SRF-Mann Jeff Baltermia präsentierte der ehemalige Captain den Meisterbalkon auf dem Barfi.

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SRF-Mann Jeff Baltermia und FCB-Legende Fabian Frei führten an der Museumsnacht durch die Stadt. - Screenshot Instagram / @museumsnachtbasel

Die Geschichten rund um Meisterfeiern seien auf grossen Anklang gestossen, vernahm der Flüsterer. (23.01.)

Kommentare

User #5880 (nicht angemeldet)

Super Geschichte zu Karli Odermatt - danke nau!

User #8529 (nicht angemeldet)

Ich - primitver Fasnächtler - finde es lustig blöde Sprüche über Tiere die gequält werden zu machen. OMG🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️

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