Vor vielen Milliarden Jahren soll es auf dem Mars Wasser gegeben haben. Ein Forscherteam stellte nun eine komplett neue Theorie auf, wo dieses nun sein könnte.
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Der Rote Planet Mars - USGS/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mars ist heute bekannt als ein roter Wüstenplanet, das war jedoch nicht immer so.
  • Schon lange versucht man herauszufinden, wohin das Wasser auf dem Mars verschwunden ist.
  • Ein Team von Forschern hat nun anhand Simulationen eine handfeste Theorie zu dem Thema.

Unser Nachbarplanet ist nicht nur das oberste Reiseziel von Elon Musk, sondern auch Subjekt etlicher Forschungen. Ob der Mars tatsächlich eine Alternative zur Erde bietet, bleibt offen zur Debatte. Worin man sich aber relativ einig ist, ist, dass es auf dem heute trockenen Planeten mal Wasser gegeben haben muss. Nun gibt es eine neue Theorie darüber, wo die einst strömenden Flüsse des Trabanten verschwunden sind.

Noch vor vier Milliarden Jahren gab es auf dem Mars Wasser

Am California Institute of Technology (Caltech) befasst sich das Team um Eva Scheller mit dieser Frage. Wo bisherige Studien vermuteten, dass die Flüssigkeit über die Atmosphäre verdampfte, hat das Team an der Caltech einen anderen Ansatz. Während Simulationen der Geschichte wurde Rücksicht auf Tongestein genommen. Die Tonsteine konnten bereits seit Jahrzehnten von Sonden beobachtet werden und sind höchstwahrscheinlich wasserhaltig.

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Eine grafische Darstellung zeigt den Rover «Perseverance» auf der Marsoberfläche im Einsatz bei der Untersuchung von Gestein vom Mars. - dpa

Die wasserhaltigen Minerale im Tonstein konnten kürzlich erstmals vom Perseverance Rover beobachtet werden. Anhand der Forschungen geht man davon aus, dass dieses Tongestein auf der gesamten Planetenoberfläche auffindbar ist. Aus den Simulationen geht dabei hervor, dass bis vor vier Millionen Jahren Vulkane Basaltgestein auf dem Mars verteilten. Aus den Vulkanen drang ebenfalls Wasserdampf, welcher in Form von Regen auf dem Mars Wasser verteilte.

Das Regenwasser sorgte anschliessend für chemische Reaktionen mit dem Vulkangestein, wodurch schlussendlich Ton entstand. So hat sich wohl auf dem Mars Wasser in Form von Tongestein abgesetzt. Dieser Prozess ist im Grunde ähnlich dem der Erde, nur das unsere Plattentektonik für eine fortwährende Entwicklung sorgte. Da diese Aktivität auf dem Mars fehlt, erloschen seine Vulkane allmählich und der Prozess kam zum Stehen.

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