Studie

Wenig zusätzliches Material könnte das Leben aller verbessern

Keystone-SDA
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Österreich,

Mit zwölf Prozent mehr Baumaterialien könnte laut einer neuen Studie jeder weltweit angemessen leben – bei gerechter Verteilung.

Baumaterialien
Wenig mehr Baumaterial könnte weltweiten Lebensstandard sichern, wenn Ressourcen gerecht verteilt werden. (Symbolbild) - dpa

Mit zwölf Prozent mehr Beton, Asphalt, Stahl, Kunststoff und Holz könnte man laut einer neuen Studie allen Menschen weltweit einen angemessenen Lebensstandard ermöglichen. Voraussetzung dafür wäre aber, dass vorhandene Ressourcen gerechter verteilt werden.

Diese zwölf Prozent mehr würden reichen, um überall dort sichere Wohnungen, Strassen und Sanitäranlagen zu errichten, wo sie bislang nicht verfügbar sind. Beim aktuellen Bautempo wäre das schon bis 2030 möglich, berichtet ein Forschungsteam der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) im Fachmagazin «Nature Sustainability».

Heute fehlt laut einer Mitteilung der Universität vom Mittwoch Milliarden Menschen die materielle Grundlage für einen würdigen Lebensstandard. Die sogenannten «Decent Living Standards» umfassen demnach das notwendige materielle Fundament für ein Leben in Würde – etwa Wohnraum, Mobilität, Ernährung, Bildung, Gesundheit, Wasser – und Sanitärversorgung sowie Kommunikation.

Materialbestände weltweit ungleich verteilt

Ein grosser Teil der Materialbestände sei zurzeit in reichen Ländern konzentriert, erklärten die Forschenden in der Mitteilung. Dort würden sie häufig für überdimensionierten Wohnraum und ressourcenintensiven Individualverkehr aufgewendet werden.

«Mehr als 70 Prozent der weltweit angesammelten Materialien dienen so Zwecken, die über das Minimum für ein menschenwürdiges Leben hinausgehen», sagte Studienleiter Jan Streeck.

«Global gesehen ist laut unseren Analysen also nicht der Mangel an Infrastruktur das Problem, sondern ihre ungerechte Verteilung», erklärte er. Die Steigerung der weltweiten Materialbestände um zwölf Prozent sei weniger, als vielfach angenommen, schrieb die Universität.

Für ihre Studie kombinierten die Forschenden Datensätze zur Erfüllung menschlicher Grundbedürfnisse, zu globalen Materialbeständen und zu Bauaktivitäten.

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Kommentare

User #4828 (nicht angemeldet)

Ja man will das leben verbessern der bürger, und renoviert ihre wohnungen und schmeisst sie raus, das nenne ich service citoyen..

User #1968 (nicht angemeldet)

Klingt nach Kommunismus. Und den will ja wirklich niemand.

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