Salzburger Hauptbahnhof wegen Gefahrenstoff-Austritt gesperrt
Am Hauptbahnhof Salzburg ist am Montagnachmittag aus einem Güterwaggon die Chemikalie Natriummethylat ausgetreten. Waren zunächst nur einzelne Gleise und Bahnsteige in der österreichischen Stadt gesperrt, musste gegen 17.30 Uhr der komplette Bahnhof geräumt werden. Gegen 19 Uhr konnte der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden. Informationen über Verletzte lagen nicht vor.

Natriummethylat ist laut Gefahrenstoffdatenbanken ein weiss-gelbliches, geruchloses Pulver und wird etwa als Katalysator bei der Biodieselherstellung verwendet.
«Das Substrat ist im Kessel in Methanol gelöst. In kristalliner Form haftet es aussen auf dem Waggon. Das ist gefährlich, weil es ätzend und selbstentzündlich ist sowie heftig und giftig reagiert, wenn es mit Wasser oder Feuchtigkeit in Berührung kommt», teilte der Kommandant der Salzburger Berufsfeuerwehr, Werner Kloiber, mit.
Der gesamte Bahnhof wurde vorsorglich geräumt, ein Zug weggefahren und die Oberleitung geerdet. Dann begann die Berufsfeuerwehr damit, die Rückstände zu entfernen. «Wir gehen davon aus, dass es sich um Restbestände vom Befüllen handelt. Der Waggon selbst scheint dicht zu sein», betonte Kloiber.










