Virenstamm «Subklade K» breitet sich in Europa aus
Die Subklade K des Influenza-H3N2 breitet sich rasant aus und könnte eine schwerere Grippewelle in Deutschland auslösen.

Ein neuer Grippevirus-Subtyp namens «Subklade K» sorgt in Europa für Aufsehen. Diese Variante gehört zur Influenza A (H3N2) Gruppe.
Sie unterscheidet sich deutlich von den Viren, auf die aktuelle Impfstoffe zugeschnitten sind. So berichtet es die «Tagesschau».
In Australien hat die Subklade K diesen Winter bereits zu einer Rekord-Grippewelle mit über 400'000 laborbestätigten Fällen geführt.
Viren ansteckender als Influenza-Stämme
Besonders Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren waren von der Infektion häufiger betroffen, teilt der Virologe Klaus Überla mit. In Deutschland hat die Grippesaison gerade erst begonnen, in Grossbritannien ist sie jedoch schon früh gestartet.
Forscher erklären, dass die Subklade K ansteckender ist als bisherige Influenza-Stämme. Ihre genetischen Unterschiede verhindern eine effektive Immunabwehr.

Die Virologin Ulrike Protzer von der Technischen Universität München erklärt, dass das Immunsystem das Virus schlechter erkennt. So berichtet es «BR24».
Subklade K keine Gefahr
Trotz höherer Ansteckungszahlen gibt es bisher keine Hinweise auf eine höhere Gefährlichkeit. Dennoch könnten ältere und vorerkrankte Menschen schwerere Verläufe erleiden.
Experten warnen vor einer möglichen stärkeren Belastung des Gesundheitssystems. Die derzeitigen Impfstoffe sind nicht optimal auf die Subklade K abgestimmt.
Dennoch empfiehlt das Paul-Ehrlich-Institut die Grippeimpfung weiterhin. Durch einen Immunisierungseffekt bieten die Impfstoffe zumindest teilweise Schutz.
Wer sollte Vorsicht walten lassen?
Besonders Risikogruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich laut dem Robert Koch-Institut impfen lassen.
Erste Studien aus Grossbritannien zeigen laut der «Tagesschau», dass die Impfung gerade bei Kindern schwere Krankheitsverläufe verhindern kann. In Deutschland sind Infektionszahlen bislang noch vergleichsweise gering, aber steigen langsam.

Die Subklade K könnte dennoch die kommende Grippesaison prägen.
Impfbereitschaft hilft, Rekordwelle zu verhindern
Eine hohe Impfbereitschaft soll laut Fachleuten helfen, eine Australien-ähnliche Rekordwelle in Europa zu verhindern.
Derzeit laufen Beobachtungen und Forschungen, um die Auswirkungen der neuen Subtyp-Variante weiter zu verstehen und Impfstoffstrategien anzupassen.
Gesundheitsbehörden empfehlen, die Grippeschutzimpfung auch jetzt noch zu nutzen, um bestmöglich vorbereitet zu sein.
















