Grippe

Virenstamm «Subklade K» breitet sich in Europa aus

Samantha Reimer
Samantha Reimer

Deutschland,

Die Subklade K des Influenza-H3N2 breitet sich rasant aus und könnte eine schwerere Grippewelle in Deutschland auslösen.

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Grippe-Viren lösen jedes Jahr die Influenza aus und fesseln zahlreiche Menschen ans Bett. (Symbolbild) - Keystone

Ein neuer Grippevirus-Subtyp namens «Subklade K» sorgt in Europa für Aufsehen. Diese Variante gehört zur Influenza A (H3N2) Gruppe.

Sie unterscheidet sich deutlich von den Viren, auf die aktuelle Impfstoffe zugeschnitten sind. So berichtet es die «Tagesschau».

In Australien hat die Subklade K diesen Winter bereits zu einer Rekord-Grippewelle mit über 400'000 laborbestätigten Fällen geführt.

Viren ansteckender als Influenza-Stämme

Besonders Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren waren von der Infektion häufiger betroffen, teilt der Virologe Klaus Überla mit. In Deutschland hat die Grippesaison gerade erst begonnen, in Grossbritannien ist sie jedoch schon früh gestartet.

Forscher erklären, dass die Subklade K ansteckender ist als bisherige Influenza-Stämme. Ihre genetischen Unterschiede verhindern eine effektive Immunabwehr.

Grippesaison
Die Grippesaison kommt in der Schweiz in Fahrt. (Symbolbild) - depositphotos

Die Virologin Ulrike Protzer von der Technischen Universität München erklärt, dass das Immunsystem das Virus schlechter erkennt. So berichtet es «BR24».

Subklade K keine Gefahr

Trotz höherer Ansteckungszahlen gibt es bisher keine Hinweise auf eine höhere Gefährlichkeit. Dennoch könnten ältere und vorerkrankte Menschen schwerere Verläufe erleiden.

Experten warnen vor einer möglichen stärkeren Belastung des Gesundheitssystems. Die derzeitigen Impfstoffe sind nicht optimal auf die Subklade K abgestimmt.

Hast du dieses Jahr bereits die Grippe gehabt?

Dennoch empfiehlt das Paul-Ehrlich-Institut die Grippeimpfung weiterhin. Durch einen Immunisierungseffekt bieten die Impfstoffe zumindest teilweise Schutz.

Wer sollte Vorsicht walten lassen?

Besonders Risikogruppen wie ältere Menschen, chronisch Kranke und Schwangere sollten sich laut dem Robert Koch-Institut impfen lassen.

Erste Studien aus Grossbritannien zeigen laut der «Tagesschau», dass die Impfung gerade bei Kindern schwere Krankheitsverläufe verhindern kann. In Deutschland sind Infektionszahlen bislang noch vergleichsweise gering, aber steigen langsam.

Grippe
Ein Zürcher Forschungsteam hat erstmals das Eindringen von Grippeviren in menschliche Zellen live und in hoher Auflösung dokumentiert. (Symbolbild) - keystone

Die Subklade K könnte dennoch die kommende Grippesaison prägen.

Impfbereitschaft hilft, Rekordwelle zu verhindern

Eine hohe Impfbereitschaft soll laut Fachleuten helfen, eine Australien-ähnliche Rekordwelle in Europa zu verhindern.

Derzeit laufen Beobachtungen und Forschungen, um die Auswirkungen der neuen Subtyp-Variante weiter zu verstehen und Impfstoffstrategien anzupassen.

Gesundheitsbehörden empfehlen, die Grippeschutzimpfung auch jetzt noch zu nutzen, um bestmöglich vorbereitet zu sein.

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Kommentare

User #1252 (nicht angemeldet)

Ich meide ganz einfach Menschenansammlungen im Innern eines Gebäudes/Saals etc.

User #5226 (nicht angemeldet)

Sofort alle 10x impfen! Gruss Dani Mister Corona

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