Grippe

    Ösis vermissen 330'000 Grippe-Impfdosen

    Elena Hatebur
    Elena Hatebur

    Österreich,

    In Österreich sind 330'000 Grippeimpfungen spurlos verschwunden. Das Gesundheitsministerium nimmt den daraus resultierenden Millionenschaden gelassen.

    Grippeimpfung Österreich
    In Österreich fehlt von rund 330'000 Grippeimpfungen jede Spur. Nur etwa 1,15 Millionen Dosen wurden elektronisch erfasst. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Österreich sind rund 330'000 Grippeimpfdosen spurlos verschwunden.
    • 1,48 Millionen Dosen wurden ausgeliefert, doch nur 1,15 Millionen wurden erfasst.
    • Das Österreichische Gesundheitsministerium siehts gelassen, die Differenz sei «erklärbar».

    Sie sind weg – wie vom Erdboden verschluckt. Und sie sorgen bei den zuständigen Behörden für Ratlosigkeit.

    Die Rede ist nicht von Menschen oder Haustieren, sondern von rund 330'000 Grippeimpfdosen. Sie gelten als spurlos verloren.

    Wie die österreichische «Kleine Zeitung» berichtet, waren die Impfdosen für die Saison 2025/2026 vorgesehen. Der durch den Verlust entstandene Schaden wird auf Millionenhöhe geschätzt.

    Differenzen sind «erklärbar und nicht ungewöhnlich»

    Doch wie konnte es dazu kommen?

    Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden insgesamt rund 1,48 Millionen Dosen ausgeliefert. In den elektronischen Impfregistern sind bislang jedoch nur etwa 1,15 Millionen erfasst.

    Es bleibt eine Differenz von rund 330'000 Einheiten. Wo diese verblieben sind, lässt sich bislang nicht lückenlos nachvollziehen.

    Das Gesundheitsministerium zeigt sich dennoch gelassen, wie die Zeitung schreibt. Die Abweichung zwischen ausgelieferten und dokumentierten Impfungen sei «erklärbar und nicht ungewöhnlich».

    Mögliche Gründe könnten zeitliche Verzögerungen bei der Datenerfassung, technische Probleme oder fehlende Einträge in einzelnen Regionen sein.

    Auch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) stimmt zu. Eine vollständige Nachverfolgung in einem System mit mehr als 5000 Arztpraxen und Impfstellen sei kaum möglich.

    Bekanntes Problem mit hohen Kosten

    Neu ist das Problem keinesfalls.

    Bereits in den vergangenen drei Jahren sind auf ähnliche Weise Impfdosen aus der offiziellen Statistik verschwunden. Zählt man die Verluste über alle betreffenden Saisons zusammen, summieren sie sich auf mehr als 900'000 Dosen.

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    Auch finanziell ist der Schaden beträchtlich. Impfstoffe kosten je nach Produkt umgerechnet zwischen rund 12 und über 25 Franken pro Dosis.

    Selbst wenn man von durchschnittlichen Kosten von zehn Franken pro Dosis ausgehen würde, ist der Verlust enorm. Dann ergäbe sich über mehrere Jahre ein Verlust im hohen einstelligen Millionenbereich.

    Österreichisches Gesundheitsministerium plant strengere Kontrollen

    Entsprechende Lösungsansätze stehen bereit. Das Österreichische Gesundheitsministerium will bei der Genauigkeit der elektronischen Erfassung und Abrechnung über die Bücher.

    Geplant ist, dass künftig nur noch Impfungen abgerechnet werden können, die direkt im e-Impfpass erfasst sind.

    Die ÖGK äussert bislang jedoch Zweifel an dieser Praxis. Der Ansatz sei zwar sinnvoll, seine technische und rechtliche Umsetzung jedoch sehr anspruchsvoll.

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    Kommentare

    User #3216 (nicht angemeldet)

    Das sind mal good News!

    User #4192 (nicht angemeldet)

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