Viren können durch Corona wieder aktiv werden
Neue Forschung zeigt, dass eine Corona-Infektion ruhende Viren aktivieren kann und damit weitere Fragen zu Long Covid aufwirft.

Eine Untersuchung mit rund 1150 hospitalisierten Covid-19-Patienten fand Reaktivierungen von insgesamt elf verschiedenen Viren. Bei fast der Hälfte der Patienten wurde innerhalb der ersten 40 Tage mindestens ein Virus wieder aktiv.
Besonders häufig wurden Epstein-Barr-, Herpes-simplex- und Zytomegalieviren nachgewiesen. Laut «t-online» traten bestimmte Anelloviren zudem häufiger bei Menschen mit Long Covid auf.
Je schwerer die Erkrankung verlief, desto häufiger fanden Forschende reaktivierte Viren bei den untersuchten Patienten. Die Ergebnisse belegen jedoch nicht, dass diese Reaktivierungen Long Covid verursachen oder Covid-19 verschlimmern.
Viren und die Impfung in der Schwangerschaft
Die Studie zeigt damit neue Zusammenhänge, lässt aber wichtige Fragen zur Wirkung solcher Virusreaktivierungen offen. Auch bei anderen Corona-Fragen war die wissenschaftliche Datenlage zunächst begrenzt, etwa bei Impfungen während der Schwangerschaft.
Anfang 2021 fehlten umfangreiche Daten, während Anthony Fauci intern ein theoretisches Fehlgeburtsrisiko durch mögliche Entzündungsreaktionen erwähnte. Spätere Untersuchungen fanden jedoch kein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko durch mRNA-Impfstoffe, wie der «dpa»-Faktencheck einordnet.
Auch die Stiko passte ihre Empfehlungen später an die wachsende Datenlage zur Impfung während der Schwangerschaft an. Damit zeigt die Entwicklung, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse die Bewertung von Corona-Risiken verändern können.
Corona bleibt im Sommer 2026 präsent
Inzwischen hat sich die Corona-Lage verändert, doch SARS-CoV-2 zirkuliert weiterhin mit verschiedenen Varianten in Deutschland. Dazu zählen aktuell Stratus, Nimbus und Cicada, berichtet der «ADAC».

Die Virusaktivität bleibt deutlich niedriger als während der Pandemie, während die Grundimmunität der Bevölkerung weiterhin hoch ist. Die Weltgesundheitsorganisation stuft das Risiko der aktuellen Varianten zudem als gering ein.
Die Stiko empfiehlt Auffrischungen inzwischen vor allem für besonders gefährdete Personen. Gesunde Erwachsene benötigen dagegen grundsätzlich keine Basisimmunisierung gegen Covid-19.
















