Erste Asiatische Hornisse in Liechtenstein entdeckt

    In Liechtenstein ist erstmals eine Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Gefunden wurde ein totes Tier unterhalb des Forstwerkhofs in Schaan FL.

    In Liechtenstein wurde erstmals eine Asiatische Hornisse entdeckt. (Symbolbild)
    In Liechtenstein wurde erstmals eine Asiatische Hornisse entdeckt. (Symbolbild) - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

    Da bisher keine weiteren Tiere entdeckt wurden, ist derzeit gemäss einer Mitteilung des Amtes für Wald, Natur und Landwirtschaft vom Freitag unklar, ob es sich um ein isoliertes Vorkommen handelt oder ob sich in der näheren Umgebung ein Nest befindet.

    Das Amt hat umgehend Abklärungen eingeleitet. «Die in der Nähe des Fundortes bestehenden Bienenstände werden ab sofort gezieltüberwacht», heisst es in der Mitteilung. Zudem würden die zuständigen Fachpersonen sowie die betroffenen Imker informiert «und um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten». Sollten weitere Sichtungengemeldet werden, werde versucht, das Nest zu lokalisieren und zu entfernen. Eine weitere Ausbreitung in Liechtenstein solle verhindert werden.

    Die Asiatische Hornisse ist als invasive gebietsfremde Art eingestuft. Sie stammt ursprünglich aus Asien und breitet sich seit einigen Jahren in Europa rasch aus. Da sie sich von zahlreichen Insekten, insbesondere von Honig- und Wildbienen, ernährt, kann sie die Bestäubung von Pflanzen beeinträchtigen und stellt eine zusätzliche Belastung für bereits unter Druck stehendeBestäuberpopulationen dar. Dadurch kann sie die Biodiversität sowie die Imkerei und Landwirtschaft beeinträchtigen.

    Für die Bevölkerung stellt die Asiatische Hornisse keine grössere Gefahr dar als die einheimischen Wespen- und Hornissenarten. «Jedoch sollten gefundene Nester nicht gestört und keinesfalls in Eigenregie entfernt werden, da die Tiere ihre Nester aggressiv verteidigen», schreibt das Amt.

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    Kommentare

    User #3993 (nicht angemeldet)

    Bei mir unterm Dach hat es ein ganzes Nest von ihnen, schon den ganzen Sommer lang, aber sie sind sehr friedlich und schwärmen immer weit weg aus, so haben wir hier ums Haus eigentlich gar nie eine zu beklagen! Wenns kälter wird sterben sie ja, und nur die befruchteten Königinnen überleben, aber die schwärmen im Frühjahr ja aus, also nicht mehr mein Problem. Die werdet ihr sowiso gar nie mehr los, genau wie die Quaggamuscheln, die Tigermücken, viele Pflanzen und andere Insekten, also stellt euch besser einfach auf die ein, als Millionen und aber Millionen gegen einen Kampf auszugeben, den ihr gar nie gewinnen könnt!, denn in unseren Nachbarländern sind die alle schon sehr heimisch geworden, also kommen sie sowiso immer und immer wieder! Mit dem Geld kann man besseres anstellen als zu verpuffen.

    User #1065 (nicht angemeldet)

    Die ist aber weit geflogen, für Ihre Ferien.

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