Erste Asiatische Hornisse in Liechtenstein entdeckt

    In Liechtenstein ist erstmals eine Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Gefunden wurde ein totes Tier unterhalb des Forstwerkhofs in Schaan FL.

    In Liechtenstein wurde erstmals eine Asiatische Hornisse entdeckt. (Symbolbild)
    In Liechtenstein wurde erstmals eine Asiatische Hornisse entdeckt. (Symbolbild) - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

    Da bisher keine weiteren Tiere entdeckt wurden, ist derzeit gemäss einer Mitteilung des Amtes für Wald, Natur und Landwirtschaft vom Freitag unklar, ob es sich um ein isoliertes Vorkommen handelt oder ob sich in der näheren Umgebung ein Nest befindet.

    Das Amt hat umgehend Abklärungen eingeleitet. «Die in der Nähe des Fundortes bestehenden Bienenstände werden ab sofort gezieltüberwacht», heisst es in der Mitteilung. Zudem würden die zuständigen Fachpersonen sowie die betroffenen Imker informiert «und um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten». Sollten weitere Sichtungengemeldet werden, werde versucht, das Nest zu lokalisieren und zu entfernen. Eine weitere Ausbreitung in Liechtenstein solle verhindert werden.

    Die Asiatische Hornisse ist als invasive gebietsfremde Art eingestuft. Sie stammt ursprünglich aus Asien und breitet sich seit einigen Jahren in Europa rasch aus. Da sie sich von zahlreichen Insekten, insbesondere von Honig- und Wildbienen, ernährt, kann sie die Bestäubung von Pflanzen beeinträchtigen und stellt eine zusätzliche Belastung für bereits unter Druck stehendeBestäuberpopulationen dar. Dadurch kann sie die Biodiversität sowie die Imkerei und Landwirtschaft beeinträchtigen.

    Für die Bevölkerung stellt die Asiatische Hornisse keine grössere Gefahr dar als die einheimischen Wespen- und Hornissenarten. «Jedoch sollten gefundene Nester nicht gestört und keinesfalls in Eigenregie entfernt werden, da die Tiere ihre Nester aggressiv verteidigen», schreibt das Amt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3541 (nicht angemeldet)

    Aggressiv verteidigen? Sie stechen wohl, wenn sie ihr Nest verteidigen. Das kann man auch Notwehr nennen. Die Hornisse ist nicht schuld daran, dass sie eingeschleppt wurde. In ihrem Fall ist es kein Tourismus und keine unternehmerische Expansion. Der Mensch ist verantwortlich für ihr Erscheinen hier. Auch bei den Pflanzen gibt es sehr schädliche Neophyten. Die können sogar heimische Pflanzen am Wachsen hindern, durch Absonderung von Schadstoffen. Unglaublich, aber wahr.

    User #2025 (nicht angemeldet)

    Sind sie einmal hier sind sie kaum mehr zu kontrollieren. Gilt auch für weitere Schädlinge, für Neophyten und weitere Eindringlinge. Sofortmassnahmen sind daher wichtig.

    Weiterlesen

    Marcel Dettling Guy Parmelin
    1'201 Interaktionen
    Rücktritt Parmelin
    Parmelin-Nachfolge
    79 Interaktionen
    Friedli, Rickli & Co.

    MEHR IN NEWS

    MEHR AUS LIECHTENSTEIN

    5 Interaktionen
    Liechtenstein
    hilti
    1 Interaktionen
    Nach acht Monaten
    FCV
    12 Interaktionen
    1:2 gegen Thun