Studien zeigen bessere Wirkung von mRNA-Impfungen
mRNA-Impfstoffe gegen Influenza könnten bald zugelassen werden. Erste Studiendaten zeigen bessere Schutzwirkung als herkömmliche Impfungen.

Eine Phase-3-Studie von Pfizer zeigt vielversprechende Resultate von mRNA-Impfungen. Der mRNA-Grippeimpfstoff erwies sich als etwa ein Drittel wirksamer als herkömmliche Impfungen, berichtet die «Apotheken Umschau».
Über 18'000 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren nahmen an der Untersuchung teil. Die Ergebnisse wurden im renommierten «New England Journal of Medicine» publiziert.
Moderna mit positiven Phase-3-Daten
Auch Moderna vermeldet Erfolge mit seinem Kandidaten mRNA-1010. In einer Studie mit 6100 Teilnehmern aus der Südhalbkugel zeigte der Impfstoff bessere Resultate, schreibt die «Pharmazeutische Zeitung».
Bei Influenza-A-Stämmen war der mRNA-Impfstoff dem herkömmlichen Vakzin überlegen. Allerdings erwies er sich bei Influenza-B-Stämmen als unterlegen.
Herausforderungen bei Kombinationsimpfstoffen
Zudem entwickeln Pfizer und BioNTech derzeit einen Kombinationsimpfstoff gegen Grippe und COVID-19. Die Phase-3-Studie erreichte jedoch nur eines von zwei Immunogenitätszielen, meldet «BioNTech».
Besonders bei Influenza-B-Viren zeigte der Kombinations-Kandidat Schwächen. Die Unternehmen arbeiten nun an Verbesserungen der Formulierung.
Schnellere Produktion als Vorteil
mRNA-Impfungen benötigen nur genetische Sequenzen der Viren. Dies ermöglicht eine flexiblere und schnellere Herstellung als bei herkömmlichen Vakzinen.

Die Technologie könnte laut «Apotheken Umschau» eine verbesserte Stammabstimmung ermöglichen. Eine neue Studie aus Bellinzona, Schweiz, zeigt überraschende Auswirkungen von Tätowierungen.
Tattoos beeinflusst Impfungen
Tattoo-Tinte gelangt über Lymphbahnen in die Lymphknoten, wo sie das Immunsystem beeinflusst, berichtet der «Tagesspiegel».
Forscher der Università della Svizzera italiana unter Santiago González untersuchten die Pigmente. Die Ergebnisse wurden in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» veröffentlicht.
Farbpigmente lösen chronische Entzündung aus
Die Tinte sammelt sich innerhalb weniger Stunden in grossen Mengen in Lymphknoten an. Dort nehmen Makrophagen die Pigmente auf, können sie aber nicht abbauen.

Schon länger werden vergrösserte Lymphknoten durch Tätowierungen beobachtet, so die «Neue Zürcher Zeitung». Dabei sei auch egal, welche Grösse das Tattoo habe.
Reduzierte Antikörperproduktion nachgewiesen
Tätowierte Mäuse produzierten nach einer mRNA-COVID-19-Impfung deutlich weniger Antikörper. Auch menschliche Immunzellen reagierten nach Tinte-Kontakt abgeschwächt.
Besonders rote und schwarze Pigmente fördern den Zelltod der Makrophagen, zeigt die Studie. Die Tinte bleibt jahrelang in Lymphknoten eingeschlossen.
Forscher fordern daher weitere Forschung zur Sicherheit von Tätowierungen. Langzeitstudien müssten mögliche Gesundheitsrisiken über Jahre erfassen.
















