Mondfinsternis

    So entsteht die blutrote Mondfinsternis am 7. September

    Samantha Reimer
    Samantha Reimer

    Deutschland,

    Am 7. September zeigt sich der Maismond als roter Vollmond. Die totale Mondfinsternis taucht ihn in ein spektakuläres, rotes Licht.

    Mondfinsternis
    Der teilweise vom Erdschatten verdunkelte Vollmond leuchtet während einer Mondfinsternis rot bis orange. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

    Der Vollmond am 7. September 2025 trägt den traditionellen Namen «Maismond». Dieses nordamerikanische Brauchtum stammt von indigenen Völkern, die Vollmondnamen nach jahreszeitlichen Aktivitäten vergeben.

    Was hat es mit der Mondfinsternis auf sich?

    Der Maismond markiert die Maisernte im Spätsommer. «Web.de» berichtet, dass Stämme wie die Abenaki ihn «Maismachermond» nannten und die Zuni ihn als Vollmond bei der Ernte beschrieben.

    Dieses Jahr erhält der Maismond einen besonderen Beinamen: «roter Maismond» oder «Blutmond». Grund ist eine totale Mondfinsternis, die den Mond in den Erdschatten eintauchen lässt.

    Dabei färbt sich die Mondscheibe für rund 1 Stunde und 22 Minuten tiefrot. Die maximale rote Färbung wird um 20:11 Uhr MESZ erwartet, wenn Sonne, Erde und Mond genau auf einer Linie stehen. Die langwelligen roten Lichtstrahlen werden laut «GMX» durch die Erdatmosphäre gebrochen und lassen den Mond rot leuchten.

    Wenn die Erde das Sonnenlicht filtert

    Die totale Mondfinsternis entsteht, weil die Erde das Sonnenlicht filtert. Die kurzwellig blauen Lichtanteile werden stärker gestreut, das rote Licht erreicht in gebrochener Form den Mond.

    Hast du schon einmal den roten Maismond gesehen?

    Deshalb bleibt er nicht vollständig dunkel, sondern erscheint kupferrot, ein Effekt, der auch bei Sonnenuntergängen sichtbar ist.

    Die Uni Duisburg-Essen betont, dass der Blutmond mit blossem Auge sichtbar ist, ohne spezielles Gerät.

    Maismond in vielen Teilen der Welt sichtbar

    Der Maismond ist neben Nordamerika auch in Europa, Russland, Australien, Afrika und der Antarktis sichtbar. In Europa wird der September-Vollmond oft «Herbstmond» genannt, in Asien «Chrysanthemenmond», in keltischer Tradition «Singender Mond».

    Der offizielle Erntemond 2025 folgt erst am 7. Oktober, nahe der Herbst-Tagundnachtgleiche am 22. September. «Web.de» hebt hervor, dass sich der Maismond besonders nahe am Horizont orange färbt, durch Lichtbrechung in der Atmosphäre.

    Das Spektakel kann vom 6. bis 8. September beobachtet werden, da der Mond in dieser Zeit hell und rund erscheint. Der Mond geht zum Sonnenuntergang im Osten auf und früh am Morgen im Westen unter.

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    Kommentare

    User #3115 (nicht angemeldet)

    Vermutlich ist der Klimawandel schuld.

    User #71 (nicht angemeldet)

    Also ist der Mond aus Mais und nicht aus Käse. Gut zu wissen 😊

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