Ein Orca-Pärchen (Schwertwal) vertreibt Weisse Haie aus ihrem Lebensraum. Acht weisse Haie wurden bereits in Südafrika getötet.
schwertwal
In Südafrika vertreibt und tötet ein Orca-Pärchen (Schwertwal) Weisse Haie. - Simon Elwen/dpa
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • In Südafrika werden weisse Haie aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben.
  • Grund dafür ist ein Orca-Pärchen, dass die Haie jagt und auch tötet.
  • Eigentlich war das Küstengebiet Gansbaai das bekannteste Gebiet, um weisse Haie zu sichten

Weisse Haie meiden aus Angst das Küstengebiet um Gansbaai. Bisher galt es als eines der legendärsten Gebiete weltweit, um die riesigen Raubtiere zu sichten. Das geht aus einer am Donnerstag im «African Journal of Marine Science» veröffentlichten Studie hervor.

Seit 2017 wurden laut der Studie acht Weisse Haie nach einem Orca-Angriff in der Region an Land gespült. Sieben von ihnen fehlte die Leber, bei einigen auch das Herz – Wunden, die eindeutig von demselben Orca-Pärchen verübt wurden.

schwertwal
Haie fürchten sich in Südafrika von einem Orca-Pärchen (Schwertwal). - Keystone

Die Forscher vermuten, es habe zudem weitere Weisse Haie getötet, die nicht an Land gespült wurden. Orcas (Schwertwal) sind weltweit verbreitet und ernähren sich unter anderem von Fischen und Robben.

Schwertwal: Könnte haifressende Unterart sein

Die Attacken haben laut der Studie eine schnelle und langfristige Massenvertreibung der Weissen Haie ausgelöst. Sichtungen von Weissen Haien seien in Gansbaai seit 2017 «dramatisch zurückgegangen».

Gansbaai liegt in Südafrikas Westkap Provinz. Der Ort zieht Touristinnen und Touristen aus aller Welt an, die Weisse Haie von Tauchkäfigen aus sehen möchten.

Schwertwal
Ein Weisser Hai. (Symbolbild) - Keystone

Noch unveröffentlichte Daten deuten darauf hin, dass die Präsenz der Orcas in den Küstenregionen Südafrikas weiter zunimmt. Es wird vermutet, das Orca-Pärchen könnte zu einer seltenen, haifressenden Unterart gehören, die mindestens drei Haiarten jagt.

Die Verhaltensänderungen im Jagen könnten mit einem Rückgang verschiedener Fischpopulationen zusammenhängen, die bislang die Beute der Orcas gewesen seien. Das sagte Towner.

Mehr zum Thema:

Studie Angst Daten