Prinz Harry fordert Debatte über Kolonialvergangenheit in Commonwealth-Staaten

AFP
AFP

Grossbritannien,

Der britische Prinz Harry hat die Staaten des Commonwealth dazu aufgefordert, sich im Zusammenhang mit der aktuellen Rassismus-Debatte mit ihrer kolonialen Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Prinz Harry mit Formel-1-Sieger Lewis Hamilton
Prinz Harry mit Formel-1-Sieger Lewis Hamilton - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Britischer Prinz: Es gibt keinen anderen Weg.

«Wenn man quer durch das Commonwealth blickt, gibt es keinen Weg, wie wir vorankommen können, wenn wir die Vergangenheit nicht anerkennen», sagte Harry in einem am Montag veröffentlichten Video.

Der 35-Jährige und seine Frau Meghan hatten vergangene Woche an einer vom Netzwerk Queen's Commonwealth Trust (QCT) organisierten Videokonferenz teilgenommen. Das virtuelle Treffen mit Staatschefs des Staatenbundes, dem Harrys Grossmutter, die britische Königin Elizabeth II., vorsteht, fand als Reaktion auf die weltweiten Proteste im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung statt. Die aus den USA stammende Bewegung wendet sich vor allem gegen strukturellen Rassismus.

Dieser habe zwar eigentlich «keinen Platz» in der Gesellschaft, komme aber dennoch viel zu häufig vor, sagte Harry bei der Videokonferenz. «So viele Menschen haben unglaubliche Arbeit geleistet, um die Vergangenheit anzuerkennen und zu versuchen, Fehler zu korrigieren, aber ich denke, wir alle erkennen an, dass noch so viel mehr zu tun ist.»

Das Commonwealth ist ein loser Staatenbund, der aus Grossbritannien und vielen ehemaligen Kolonien des britischen Empire besteht. Die 54 Mitgliedsländer machen mit ihren 2,4 Milliarden Einwohnern ein Viertel der Weltbevölkerung aus. Der Queen's Commonwealth Trust soll jungen Menschen aus diesen Ländern eine Austauschplattform bieten. Harry und Meghan stehen dem Netzwerk als Präsident und Vizepräsidentin vor.

Das Paar hatte sich dieses Jahr aus dem Königshaus zurückgezogen und eine gemeinnützige Organisation gegründet. Harry hatte dies unter anderem auch mit «rassistischen Untertönen» in der Medienberichterstattung über seine Frau begründet. Meghan hatte als Tochter eines weissen US-Amerikaners und einer Afroamerikanerin wiederholt von persönlichen Erfahrungen mit Rassismus berichtet.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

Pendler SBB Bahnhof
44 Interaktionen
Wie in Bern
rösti
32 Interaktionen
10-Millionen-Schweiz

MEHR IN NEWS

Ibayi Vouilloz Thun FCB
58 Interaktionen
Drei Thuner gesperrt
Brand
Häuser unbewohnbar
Seewen SZ
alkohol
St.Gallen

MEHR PRINZ HARRY

-
60 Interaktionen
Experte erschüttert
Prinz Harry
233 Interaktionen
Ukraine-Besuch
Prinz Harry
254 Interaktionen
Royal in Kiew
prinz harry
27 Interaktionen
Washington

MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

timmy vor poel
4 Interaktionen
Wal Timmy & das Meer
Beatrice Eugenie
17 Interaktionen
Nach Skandal
Schweizer Nati
6 Interaktionen
Amdouni zurück
Statue Banksy
1 Interaktionen
Spekulationen