Studie

Ob Mensch, Tier oder Pflanze - ab 24 Grad sinkt das Wohlgefühl

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Deutschland,

Eine Studie aus Deutschland zeigt, dass sich Lebewesen bei 17 bis 24 Grad Celsius am wohlsten fühlen. Der Klimawandel erhöht daher die Fläche des Hitze-Stress.

Hitzewelle
Studie: Ab 24 Grad sinkt das Wohlgefühl. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Senhold Asseng hat erforscht, dass sich Mensch, Tier und Pflanze ab 24 Grad unwohl fühlt.
  • Laut seiner Studie liegen die Wohlfühltemperaturen für Lebewesen zwischen 17 und 24 Grad.
  • Bis 2100 ist darum mindestens die Hälfte der Erdoberfläche ohne Klimaanlage unbewohnbar.

Egal ob Mensch, Rind, Huhn oder Nutzpflanze: Der Mehrheit ist es bei 17 bis 24 Grad Celsius am wohlsten. Ist es heisser und feucht, geben Kühe weniger Milch, Schweine nehmen weniger zu und Weizen gedeiht schlechter.

«Wir haben bevorzugte und schädliche Temperaturen bei Menschen, Rindern, Schweinen, Geflügel und landwirtschaftlichen Nutzpflanzen untersucht. Und herausgefunden, dass diese erstaunlich ähnlich sind», sagt Senthold Asseng, Professor für Digital Agriculture an der Technischen Universität München (TUM).

Wohlfühltemperaturen liegen bei 17 und 24 Grad

Wohlfühltemperaturen liegen demnach zwischen 17 und 24 Grad Celsius. Bei hoher Luftfeuchtigkeit beginnt eine leichte Hitzebelastung für den Menschen bei etwa 23 Grad Celsius. Und bei niedriger Luftfeuchtigkeit bei 27 Grad Celsius.

«Wenn Menschen längere Zeit Temperaturen über 32 Grad Celsius bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind, kann das tödlich sein. Dasselbe bei über 45 Grad Celsius bei extrem niedriger Luftfeuchtigkeit», warnt Asseng. Extreme Temperaturereignisse wie gegenwärtig in Kanada und im amerikanischen Nordwesten erfordern zwingend technische Unterstützung, beispielsweise Klimaanlagen.

Senhold Asseng
Senhold Asseng von der Technischen Universität München hat herausgefunden, dass die Temperaturvorlieben von Mensch, Tier und Pflanze erstaunlich ähnlich sind. Beim Klimawandel sieht er schwarz: Bis 2100 ist die Hälfte bis zwei Drittel der Erdoberfläche ohne Klimaanlage unbewohnbar. (Pressebild) - sda - Keystone/Uli Benz

Bis zum Ende des Jahrhunderts könnten laut Asseng 45 bis 70 Prozent der globalen Landfläche von gefährlichen Klimabedingungen betroffen sein. Und zwar solche, bei denen der Mensch ohne technische Hilfen, wie etwa Klimaanlagen, nicht mehr überleben kann. Derzeit sind es zwölf Prozent.

Das bedeutet, dass in Zukunft 44 bis 75 Prozent der menschlichen Bevölkerung chronisch durch Hitze gestresst sein werden. Eine genetische Anpassung an das geänderte Klima benötigt bei höheren Lebensformen viele Generationen und dafür reicht die Zeit nicht.

Ähnliche Bedingungen bei Tieren und Pflanzen

Für Rinder und Schweine gelten ähnliche Wohlfühltemperaturen wie für Menschen. Ab 24 feuchten oder 29 trockenen Grad nimmt die Milchleistung von Kühen gemäss Asseng um 10 bis 20 Prozent ab.

Hühner mögen es zwar etwas kühler und fühlen sich zwischen 15 und 20 Grad am wohlsten. Aber sie halten auch etwas höhere Temperaturen aus. Ab 37 Grad wird's aber auch ihnen zu viel und sie schränken die Legetätigkeit ein.

Nutzpflanzen haben verschiedene Vorlieben: Weizen etwa mag es kühl. Sein Ertrag kann in heissen Zeiten erhöht werden, indem früher im Jahr ausgesät wird. Bei Mais empfiehlt sich das nicht, denn er ist frostempfindlich. Dafür hält er aber auch mehr Hitze aus.

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