Berliner Islamisten-Kita erhält 4,2 Millionen Euro Steuergeld
In einer Neuköllner Kita fliessen Steuergelder an einen Betreiber mit Islamismus-Bezügen. Frühere Funktionen und brisante Aussagen sorgen für Aufsehen.

Das Wichtigste in Kürze
- Berlin bewilligt 4,2 Mio. Euro Steuergeld für einen Kita-Betreiber mit Islamismus-Bezügen.
- Es geht dabei um einen kritischen Moscheeverband und problematische Aussagen.
- Letztere beinhalten etwa Legitimierung von Sex mit Neunjährigen oder die Kopftuchpflicht.
Deutschlands Hauptstadt Berlin bewilligte einem Kita-Betreiber mit islamistischen Bezügen 4,2 Millionen Euro – rund 3,8 Millionen Franken – an Steuergeldern.
Die künftige Kindertagesstätte in Berlin-Neukölln soll gemäss «Focus» 188 Plätze bieten. Nord-Neukölln brauche wegen vieler Zuzüge nämlich dringend mehr Kita-Plätze.
Der Betreiber Mohamed Amer war jahrelang Funktionär eines schiitischen Moscheeverbandes mit Nähe zum schiitischen Islamismus.
Verfassungsschutz warnt vor Moscheeverband
Amer war von 2010 bis 2013 Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands (IGS). Bis 2017 fungierte er als stellvertretender Vorsitzender des Moscheeverbandes.
Der Verfassungsschutz schreibt der IGS eine «Nähe zum schiitischen Islamismus» zu.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet die IGS dem Umfeld des Islamischen Zentrums Hamburg zu. Dieses Zentrum wurde mittlerweile verboten. Die Behörde bezeichnete es als «bedeutendes Propagandazentrum des Iran in Europa».
Amer ist Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Moscheevereins Torath – dieses ist an derselben Adresse wie die geplante Kita.
Torath bezeichnet sich selbst als «Verbindungsbüro des Grossgelehrten Ayatullah Ali al-Husaini as-Sistani für Deutschland». As-Sistani ist eine der höchsten religiösen Autoritäten im schiitischen Islam.
2017 tauchte ein religiöses Gutachten über islamische Bekleidungsvorschriften auf.
Das Dokument trägt den Namen «Religiöses Gutachten der islamischen Theologen über die islamischen Bekleidungsvorschriften bei Mädchen und Frauen». Amer wird darin als höhere schiitische Autorität bezeichnet.
Unterzeichnet wurde das Dokument von mehreren Organisationen. Dazu gehören Amers Verein Torath, das verbotene Islamische Zentrum Hamburg und die IGS.
Vorschriften richten sich an Neunjährige
Das religiöse Gutachten besagt: «Die Religionsmündigkeit nach islamischem Recht kann bereits im Alter von knapp neun Jahren eintreten.» Damit würde auch das religiöse Gebot des Kopftuchs für neunjährige Mädchen gelten.
Der Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel übt Kritik: «Das wäre eine Katastrophe, eine solche Einstellung.» Er spricht von «religiösem Zwang». Amer müsse klar Stellung beziehen, um das Vertrauen der Eltern herzustellen.





















