Studie zeigt: Jeder dritte SVP-Wähler ist demokratiemüde
Laut einer neuen Studie zeigt sich bei SVP-Wählern besonders häufig Demokratiemüdigkeit. Ihr Anteil liegt deutlich über dem Durchschnitt.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Studie untersuchte die Haltung der Schweizer Bevölkerung zur Demokratie.
- Rund ein Viertel der Befragten gilt laut Studie als demokratiemüde.
- Bei SVP-Wählern liegt der Anteil mit rund 35 Prozent deutlich über dem Durchschnitt.
Ein Teil der Schweizer Bevölkerung zeigt eine zunehmende Distanz zur Demokratie. Das zeigt eine neue Untersuchung zur politischen Haltung in der Schweiz.
Rund ein Viertel der Befragten gilt laut einer Studie der Denkfabrik Pro Futuris als «eher» oder «fortgeschritten» demokratiemüde.
Für diese Menschen spielt es eine geringere Rolle, in einer Demokratie zu leben. Politische Rechte wie Wahlen und Abstimmungen sind ihnen weniger wichtig. Darüber berichtet die «NZZ am Sonntag».
35 Prozent der befragten SVP-Wähler zeigen sich demokratiemüde
Für die Untersuchung wurde eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung demokratischer Mitbestimmung sowie um das politische Engagement der Bevölkerung.
Auffällig ist, dass demokratiemüde Einstellungen besonders häufig unter SVP-Wählern vorkommen. Rund 35 Prozent von ihnen werden in der Studie als demokratiemüde eingestuft. Damit liegt ihr Anteil deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.
Weitere Unterschiede zeigen sich auch bei Alter und Geschlecht. Ältere Menschen und Frauen sind laut der Untersuchung deutlich seltener demokratiemüde.
Schwindendes Vertrauen könnte Grund für Demokratiemüdigkeit sein
Die Studie weist zudem darauf hin, dass politische Polarisierung nicht automatisch zu einer geringeren Wertschätzung der Demokratie führt.
Menschen, die sich stark für politische Themen interessieren, messen dem demokratischen System häufig sogar eine grössere Bedeutung bei.
Als möglichen Grund für Demokratiemüdigkeit nennen die Studienautoren gegenüber der Zeitung ein schwindendes Vertrauen in die Politik.
Viele Menschen zweifeln an deren Fähigkeit, politische Probleme zu lösen. Zudem zweifeln viele daran, dass das politische System Antworten auf grosse Herausforderungen der Zukunft liefern kann.















