Wer im Homeoffice arbeitet, ist häufiger gestresst. Viele Überstunden und die ständige Erreichbarkeit belasten die Arbeiter laut einer Studie über Telearbeit.
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In vielen Firmen bleibt die Telearbeit teilweise erhalten. - Fabian Strauch/dpa/dpa-tmn
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Das Wichtigste in Kürze

  • Arbeiten von zu Hause aus führt laut einer Studie zu mehr Stress.
  • Überstunden und ständige Erreichbarkeit kommen doppelt so häufig vor.
  • Personen im Homeoffice klagen auch, sie könnten nicht richtig abschalten.

Telearbeit steigert laut einer Studie häufig den beruflichen Stress. So machten 28 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice häufig unbezahlte Überstunden.

Das ergab die Befragung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), über welche die «Süddeutsche Zeitung» («SZ») in ihrer Montagsausgabe berichtet. Auch erwarten demnach Vorgesetzte von jedem Dritten im Homeoffice, ausserhalb normaler Arbeitszeiten erreichbar zu sein, etwa am Mobiltelefon.

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Mit Ausbruch der Corona-Pandemie mussten immer mehr Menschen auf die Telearbeit wechseln. - Keystone

Sowohl unbezahlte Überstunden als auch die Erwartungen an die Erreichbarkeit ausserhalb der Arbeitszeiten kommt bei Arbeitnehmern bei der Telearbeit doppelt so häufig vor wie bei jenen, die meist oder immer in der Firma arbeiten, zitiert die «SZ» aus der Erhebung.

Homeoffice-Beschäftigte sind demnach auch viel öfter abends bis 23 Uhr tätig und fangen früh wieder an. Zudem verkürzen 46 Prozent von ihnen der Studie zufolge die Pause oder lassen sie ganz ausfallen. 47 Prozent der daheim Arbeitenden gaben an, in der Freizeit häufig nicht richtig abschalten zu können. Alle diese Werte sind den Angaben zufolge deutlich höher als bei Beschäftigten, die meist oder immer in der Firma arbeiten.

«Arbeit zu entgrenzen belastet die Gesundheit», warnte DGB-Chefin Yasmin Fahimi in der «SZ».

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