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    Internationale Studie: Arbeitnehmende weltweit mögen Heimbüro

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    Deutschland,

    Laut einer Umfrage unter 36'000 Personen in 27 Ländern sind 1,5 Tage Homeoffice üblich. Arbeitnehmender hätten lieber mehr, Chefs lieber weniger.

    Eine Grossumfrage von Wirtschaftswissenschaftlern mit 36'000 Teilnehmern in 27 Ländern fördert eine internationale Gemeinsamkeit zu Tage: Arbeitnehmenden ist das Heimbüro lieber als ihren Chefinnen und Chefs. (Archivbild)
    Eine Grossumfrage von Wirtschaftswissenschaftlern mit 36'000 Teilnehmern in 27 Ländern fördert eine internationale Gemeinsamkeit zu Tage: Arbeitnehmenden ist das Heimbüro lieber als ihren Chefinnen und Chefs. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Das Wichtigste in Kürze

    • Durchschnittlich werden 1,5 Tage pro Woche zu Hause gearbeitet.
    • Dies ergibt eine Grossumfrage mit 36'000 Teilnehmenden aus 27 Ländern.
    • Arbeitnehmende würden lieber häufiger im Homeoffice sein, Chefs sind anderer Meinung.

    Eine Grossumfrage von Wirtschaftswissenschaftlern mit 36'000 Teilnehmern in 27 Ländern fördert eine internationale Gemeinsamkeit zu Tage: Arbeitnehmenden ist das Heimbüro lieber als ihren Chefinnen und Chefs.

    Nach zweieinhalb Jahren Corona-Pandemie ist das Homeoffice zum weltweit verbreiteten Arbeitsplatz geworden. Nach einer vom Ifo-Institut veröffentlichten Umfrage von Wirtschaftswissenschaftlern sind im Schnitt aller Branchen und Arbeitnehmende in den abgefragten 27 Ländern 1,5 Tage Homeoffice pro Woche üblich. Deutschland liegt mit 1,4 Tagen knapp darunter. In Frankreich sind es laut Ifo 1,3 Tage, in den USA 1,6 und in Japan 1,1 Tage.

    Energiekrise
    Homeoffice ist im Zuge der Corona-Pandemie für viele Angestellte zum Alltag geworden. (Symbolbild) - dpa

    «Nie zuvor hat irgendein Ereignis in so kurzer Zeit derart umfassend das Arbeitsleben umgekrempelt», kommentierte Ifo-Wissenschaftler und Mitautor Mathias Dolls. Der deutsche Wissenschaftler arbeitete mit Kollegen aus fünf weiteren Forschungseinrichtungen in den USA, Grossbritannien und Mexiko zusammen, darunter die zwei US-Universitäten Stanford und Princeton. Die Ergebnisse seien Durchschnittswerte, da in manchen Branchen die Arbeit im Homeoffice gar nicht möglich sei, sagte Dolls auf Anfrage.

    Chefs sehen Angestellte lieber im Büro

    Die Befragungen übernahm das britische Marktforschungsinstitut Respondi. Die Ergebnisse basieren – nach Bereinigung – auf insgesamt rund 36'000 Antworten, gefragt wurde in zwei Runden im Sommer 2021 und im Januar/Februar dieses Jahres.

    Die Umfrage förderte eine weitere internationale Gemeinsamkeit zutage: Das Heimbüro ist den Mitarbeitern lieber als ihren Chefs. Im Schnitt aller 27 Länder würden die 36'000 Befragten gern 1,7 Tage pro Woche zu Hause arbeiten. Die Unternehmen sähen ihre Belegschaften gern häufiger im Büro: Von den Firmen für ihre Mitarbeiter vorgesehen beziehungsweise erwünscht sind im Schnitt demnach nur 0,7 Tage Homeoffice pro Woche.

    Am seltensten arbeiten laut Umfrage die Südkoreanerinnen und Südkoreaner im Homeoffice: einen halben Tag pro Woche. Allerdings nahmen in mehreren Ländern inklusive Südkorea ein besonders grosser Anteil von Arbeitnehmenden mit hohen Bildungsabschlüssen teil. Deswegen sind die Ergebnisse nicht für alle Länder gleichermassen vergleichbar.

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