Bevölkerung zweifelt laut Studie an Erreichbarkeit von Netto Null
Die Schweizer Bevölkerung unterstützt das Netto-Null-Ziel bis 2050 mehrheitlich, zweifelt aber stark an dessen Erreichbarkeit. Das geht aus einer Erhebung im Auftrag des Branchenverbands der Importeure flüssiger Brenn- und Treibstoffe (Avenergy Suisse) hervor.

Während 60 Prozent der Befragten das Netto-Null-Ziel bis 2050 anstreben wollen, glauben nur zwölf Prozent an dessen tatsächliche Erreichung, wie der am Dienstag veröffentlichte Avenergy-Suisse-Energiemonitor zeigte. Das Forschungsinstitut Sotomo befragte für die Studie zwischen dem 3. und dem 14. Juli 1726 Personen aus der Deutschschweiz und der Romandie.
Weiter zeigte der Monitor eine Präferenz für technologische Lösungen im Klimaschutz. 94 Prozent der Befragten sahen darin den wichtigsten Hebel, während individuelles Handeln (78 Prozent) und staatliche Regulierungen (57 Prozent) weniger Zustimmung fanden.
Die Energiewende stösst laut der Erhebung auf breite Unterstützung; 71 Prozent halten sie für wichtig. Allerdings befürchtet eine Mehrheit von 56 Prozent Wohlstandseinbussen. Die Hälfte der Befragten zeigte sich bereit, für Energie aus erneuerbaren Quellen mehr zu bezahlen.
Verglichen mit dem Vorjahr erhöhte sich die Zahlungsbereitschaft unter den Befragten trotz des Hitzesommers und Spannungen auf den Energiemärkten nicht. Auch deren Alltagsverhalten blieb weitgehend unverändert. Dafür stieg die Bereitschaft, beim nächsten Kaufentscheid auf erneuerbare Alternativen wie ein Elektroauto (44 Prozent) oder eine Wärmepumpe (55 Prozent) umzusteigen.
In der Energiepolitik wurde die Versorgungssicherheit als oberste Priorität genannt: 83 Prozent gewichteten sie höher als tiefe Preise und zwei Drittel höher als Klimaneutralität.










