Dieter Bohlen gegen Wehrpflicht – Pop-Titan stärkt Gen Z den Rücken
Der Pop-Titan Dieter Bohlen kritisiert die geplante Wehrpflicht und stellt sich hinter die protestierende Gen Z.

Dieter Bohlen hat sich deutlich gegen eine mögliche neue Wehrpflicht ausgesprochen. In einem Instagram-Video vom 31. Oktober 2026 stellte sich der 72-Jährige hinter die protestierende Generation Z.
Gleichzeitig kritisierte er die Ausgabenpolitik der politischen Verantwortlichen. Mit seiner Aussage «Es ist richtig, wenn euch der Kragen platzt» unterstützt der Musiker die friedlichen Demonstrationen junger Menschen.
Besonders die Forderung nach einem Verzicht auf eine neue Wehrpflicht findet bei ihm Zustimmung. Seine Haltung begründet er auch mit persönlichen Erfahrungen aus seiner Familiengeschichte.
Dieter Bohlen spricht sich gegen eine neue Wehrpflicht aus
In seinem Instagram-Video wendet sich Bohlen direkt an die jungen Demonstrierenden. Er erklärt, dass er ihren Ärger nachvollziehen könne und friedliche Proteste für richtig halte.
Besonders deutlich äussert sich der Musikproduzent zur Wehrpflicht. «Ich bin auch total gegen eine neue Wehrpflicht», erklärt Bohlen.
Als Vater von sechs Kindern könne er sich nicht vorstellen, seine eigenen Kinder in einen Krieg zu schicken. Damit stellt er seine persönliche Familiengeschichte in den Mittelpunkt seiner Argumentation.
Bohlens Vater überlebte den Krieg nur knapp
Auch die Kriegserfahrungen seines Vaters hätten seine Haltung geprägt. Dieser sei mit 18 Jahren in den Zweiten Weltkrieg gezogen und kurz darauf in Gefangenschaft geraten.
Dabei sei er beinahe ums Leben gekommen, berichtet Bohlen laut dem «Focus online». Bohlen selbst musste nach eigenen Angaben keinen Wehrdienst leisten und wurde damals ausgemustert.
Neben der Wehrpflicht beschäftigt Bohlen auch der Umgang mit staatlichen Geldern. Seiner Ansicht nach investiert die Politik zu wenig in wichtige Bereiche wie Bildung und Infrastruktur.
Bohlen kritisiert Politik: «Angst um eure Zukunft»
Besonders die Zukunftsperspektiven junger Menschen bereiten ihm Sorgen. «Und natürlich habt ihr Angst um eure Zukunft. Mit Recht», sagt Bohlen.
Der «Bild» zufolge kritisiert er damit die aus seiner Sicht falschen Prioritäten bei öffentlichen Ausgaben. Als Beispiel schildert der Pop-Titan eine persönliche Erfahrung auf der A1 bei Leverkusen.
Bei einer Fahrt über die dortige Rheinbrücke habe er mit seinem Auto auf eine Waage fahren müssen. Diese Schilderung gibt der «Focus online» als Aussage Bohlens wieder.
Gen Z protestiert in mehr als 30 deutschen Städten gegen Wehrpflicht
Er bezeichnet die Situation als unverständlich für Deutschland und seine Kritik richtet sich damit nicht nur gegen eine mögliche Wehrpflicht. Er fordert auch eine stärkere Berücksichtigung von Schulen und Infrastruktur bei staatlichen Investitionen.
Am 31. Oktober demonstrierte die Gen Z in über 30 deutschen Städten unter dem Motto «Gen Z regelt». Sie protestierten unter anderem gegen eine mögliche neue Wehrpflicht und forderten bessere Zukunftsperspektiven.
Auch bezahlbarer Wohnraum, soziale Gerechtigkeit und Investitionen in Bildung gehörten zu ihren Anliegen. Allein in Berlin zählte die Polizei laut «web.de» bis zu 5000 Demonstrierende.
Bohlen stärkt demonstrierender Jugend den Rücken
In Frankfurt registrierte sie rund 8000 Menschen, während sich auch in Köln mehrere Tausend versammelten. Die Zahlen beziehen sich auf die jeweiligen polizeilichen Angaben.
Neben Bildung und Gesundheit spielte auch der Klimaschutz eine wichtige Rolle. Die Demonstrierenden wandten sich ausserdem gegen mögliche Überwachung und forderten mehr gesellschaftliche Mitbestimmung.

Bohlen unterstützt die friedlichen Proteste und appelliert an die Jugend: «Wehrt euch dagegen, lasst euch nicht alles gefallen.»
















