Eine Studie der Uni Genf hat die Hirnströme von Probanden beim Gamen und im Tiefschlaf untersucht. Dabei wurden interessante Erkenntnisse gewonnen.
Heisse Nächte laden zum Schlummern im Eva- und Adamskostüm ein. Doch wenn man im Schlaf schwitz, ist leichte Kleidung gut, denn sie saugt den Schweiss auf. Nackt, mit feuchter Haut können wir uns leicht verkühlen. Denn im Tiefschlaf kann der Körper seine Temperatur nicht mehr so gut unter Kontrolle halten. Die Kleidung sollte aus Baumwolle oder Leinen sein. (Bild: xiangying_xu / Pixabay)
Heisse Nächte laden zum Schlummern im Eva- und Adamskostüm ein. Doch wenn man im Schlaf schwitz, ist leichte Kleidung gut, denn sie saugt den Schweiss auf. Nackt, mit feuchter Haut können wir uns leicht verkühlen. Denn im Tiefschlaf kann der Körper seine Temperatur nicht mehr so gut unter Kontrolle halten. Die Kleidung sollte aus Baumwolle oder Leinen sein. (Bild: xiangying_xu / Pixabay) - Community

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Studie hat die Hirnströme im Tiefschlaf ausgewertet.
  • Erfolgserlebnisse werden vom Gehirn besser gespeichert, als Niederlagen.

Im Tiefschlaf wertet das menschliche Gehirn die Erinnerungen des Tages aus. Dabei werden Erfolgserlebnisse besser abgespeichert als negative, wie ein Forschungsteam unter Leitung der Uni Genf im Fachmagazin «Nature Communications» berichten.

Aus evolutionärer Sicht müssen sich Menschen diejenigen Informationen besonders gut einprägen, die überlebenswichtig sind, etwa wie sich Gefahren vermeiden lassen, wo es Nahrung gibt oder wie sie zu Lob und Geld kommen können.

Hirnströme beim Gamen gemessen

Um herauszufinden, ob erfolgreiche Erlebnisse anders verarbeitet werden, warfen die Forschenden um die Genfer Neurowissenschaftlerin Virginie Sterpenich einen Blick in das Gehirn von 18 schlafenden Menschen.

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Im Schlaf werden Erfolge besser gespeichert als Niederlagen. (Symbolbild) - Pixabay

Bevor sich die Studienteilnehmenden aufs Ohr hauen durften, liessen die Forschenden sie zwei Computerspiele im Magnetresonanztomografen (MRT) spielen und massen deren Hirnströme.

Es handelte sich dabei um ein Gesichtserkennungsspiel sowie um ein Spiel in einem Labyrinth, aus dem sie den Weg hinausfinden mussten. Dabei manipulierten die Forschenden den Spielverlauf, sodass jeweils die eine Hälfte der Studiengruppe eines der Spiele gewann, das andere verlor.

Bessere Erinnerungen an gewonnene Spiele

Während die Probandinnen und Probanden schliefen, liess sich anhand der Hirnströme und der MRT-Bilder erkennen, dass sie nach und nach wieder an die Spiele dachten, «und dann fast ausschliesslich an das gewonnene Spiel, als sie in den Tiefschlaf gingen», erklärte Sterpenich gemäss einer Mitteilung der Uni Genf.

Zudem zeigte sich zwei Tage später in Gedächtnistests, dass sich die Studienteilnehmenden besser daran erinnern konnten, was als erfolgreiche Erinnerung abgespeichert wurde.

Die Studie decke einen neuronalen Mechanismus auf, wonach Erfolgserlebnisse im Schlaf bevorzugt wiedergegeben und in der Erinnerung gefestigt würden, schreiben die Forschenden in ihrer Arbeit.

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