Studie

Brustkrebs-Sterblichkeit durch Mammografie-Screening stark gesunken

Nikolaus Führmann
Nikolaus Führmann

Deutschland,

Laut einer neuen Studie hat das Mammografie-Screening die Sterblichkeit bei Brustkrebs in Deutschland signifikant gesenkt. Das Programm gibt es seit 20 Jahren.

Mammografie Brustkrebs
Mit der Mammografie nimmt das Risiko an Brustkrebs zu sterben, deutlich ab. (Symbolbild) - Keystone

Eine neue Studie zeigt: Das Mammografie-Screening senkt die Brustkrebs-Sterblichkeit in Deutschland um 20 bis 30 Prozent. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) präsentierte die Ergebnisse am Mittwoch in Berlin, wie die «Tagesschau» berichtet.

Das Früherkennungsprogramm wurde vor 20 Jahren eingeführt und richtet sich an Frauen zwischen 50 und 75 Jahren. Laut dem deutschen Bundesgesundheitsministerium nehmen aktuell etwa die Hälfte der eingeladenen Frauen an den Untersuchungen teil.

Die Studie analysierte Daten aus den Jahren 2009 bis 2018 von Millionen Frauen. Sie bestätigt, dass die Teilnahme am Screening das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, deutlich verringert.

Deutliche Senkung der Todesfälle durch Brustkrebs

Die Untersuchung ergab, dass etwa jeder vierte Todesfall durch frühzeitige Diagnose vermieden werden kann. Das Risiko durch die Röntgenstrahlung ist laut BfS-Präsidentin Inge Paulini «sehr gering» im Vergleich zum Nutzen.

Nutzt du regelmässig medizinische Vorsorgeprogramme?

Das Mammografie-Screening ist das grösste Krebsfrüherkennungsprogramm Europas. Es setzt laut «KBV» neue Standards in der medizinischen Qualitätssicherung.

Die Ergebnisse werden von Fachverbänden und Behörden ausdrücklich begrüsst. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung betont, dass das Programm Leben rettet.

Belastbare Erkenntnisse

Internationale Studien hatten laut «Tagesschau» bereits ähnliche Effekte gezeigt, auch in anderen Ländern sinkt die Brustkrebs-Sterblichkeit durch Screening. Die jetzt vorliegenden deutschen Daten gelten als besonders belastbar, wie das Leibniz-Institut für Präventionsforschung erklärt.

Warken Schneider Berlin Brustkrebs
Bei der Vorstellung der Ergebnisse zur Vorsorge bei Brustkrebs waren auch Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU, r.) und Umweltminister Schneider (SPD) vor Ort. - Keystone

Die Altersgrenze für das Screening wurde in Deutschland 2024 auf 75 Jahre angehoben. Damit sind rund 14,5 Millionen Frauen anspruchsberechtigt, berichtet «KBV».

Trotzdem nehmen nur etwa die Hälfte der eingeladenen Frauen in Deutschland das Angebot wahr. Die Untersuchung ist kostenlos und wird alle zwei Jahre empfohlen, wie «Zeit» berichtet.

So funktioniert eine Mammografie

Bei der Mammografie wird die Brust mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Die Patientin steht oder sitzt vor dem Gerät, die Brust wird zwischen zwei Platten kurz zusammengedrückt.

Mammografie Brustkrebs
Bei der Mammografie wird die Brust zusammengedrückt und durchleuchtet. Brustkrebs kann so in einem sehr frühen Stadium erkannt werden. (Archivbild) - Keystone

Die Untersuchung erkennt Tumore, bevor sie tastbar sind. Das Röntgenbild zeigt Gewebeveränderungen sehr früh, so können auch kleine Karzinome entdeckt werden.

Die Strahlenbelastung ist gering. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.

Mammografie-Programme in der Schweiz

In der Schweiz übernehmen die Grundversicherungen die Kosten für Mammografien im Rahmen der Früherkennung. Die Programme richten sich an Frauen zwischen 50 und 74 Jahren.

Die Untersuchung ist alle zwei Jahre kostenlos, sofern sie im Rahmen eines anerkannten Programms erfolgt. Die Kosten liegen bei etwa 100 Franken.

Bei Verdacht auf Brustkrebs werden die Kosten ebenfalls übernommen. Frauen können sich bei ihrer Krankenkasse über Details informieren.

Kommentare

User #1767 (nicht angemeldet)

Habe vor einem Jahr eine andere gelesen die genau das Gegenteil bezeugt.

User #4948 (nicht angemeldet)

Wahre Experten behaupten das Gegenteil

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