Metastasierende Tumorzellen eines Knochenkrebses identifiziert

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    Ein internationales Forschungsteam unter Lausanner Leitung hat die gefährlichsten Zellen eines aggressiven Knochenkrebses identifiziert. Die Forschenden hoffen, damit den Weg für eine gezielte Behandlung geebnet zu haben.

    Metastasen
    Tumore bestehen aus verschiedenen Zelltypen. - sda - ETH Zürich

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ewing-Sarkome sind bösartige und besonders aggressive Tumore, die meist die Knochen befallen und stark dazu neigen, Metastasen zu bilden.

    Vor allem Kinder und junge Erwachsene seien von dieser Erkrankung betroffen, teilte der Schweizer Nationalfonds (SNF) am Mittwoch mit.

    Die Forschenden um Ivan Stamenkovic, Professor für experimentelle Pathologie am Universitätsspital Lausanne (CHUV), kultivierten Tumore von betroffenen Patienten, um Mini-Krebsgeschwüre, sogenannte Organoide, herzustellen. Daraufhin fügten sie den Zellen ein manipuliertes Gen hinzu, das den Bauplan für ein grün fluoreszierendes Protein trägt. Der Clou: Die Veränderung des Gens führte dazu, dass nur die metastasierenden Krebszellen grün zu leuchten begannen.

    Zudem entdeckten sie dasjenige Gen, das mit einem höheren Metastasierungsrisiko korreliert. «Es sollte möglich sein, das von diesem Gen codierte Protein mit der Behandlung gezielt anzugehen und diese besonders aggressiven Zellen zu eliminieren», liess sich Stamenkovic in der Mitteilung zitieren.

    Die Ergebnisse erschienen im Fachmagazin «Science Advances».

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