Studie

Fischbestände in Chinas Jangtse-Fluss erholen sich laut Studie

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China,

Fischbestände und Artenvielfalt in Asiens längstem Fluss Jangtse haben sich spürbar erholt. Zu diesem Ergebnis kam ein Forscherteam in China.

Jahrzehntelange Ausbeutung des Jangtse-Flusses brachte die Fischbestände an ihre Grenzen. (Archivbild)
Jahrzehntelange Ausbeutung des Jangtse-Flusses brachte die Fischbestände an ihre Grenzen. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/Nils Weisensee

«Der sieben Jahrzehnte währende Verlust von biologischer Vielfalt wurde gestoppt, mit Verbesserungen bei der Fischbiomasse, dem körperlichen Zustand, der Artenvielfalt und einer ersten Erholung der bedrohten Arten», schreiben die Wissenschaftler um Chen Yushun von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften Wuhan im Fachblatt «Science».

Der «Chang Jiang» (Langer Strom) genannte Fluss zieht sich über 6300 Kilometer vom westlich gelegenen tibetischen Hochland bis zur Metropole Shanghai an der Ostküste erstreckt.

Zur Erholung der jahrzehntelang ausgebeuteten Fischbestände und Artenvielfalt trug den Fachleuten zufolge massgeblich das 2021 wirksam gewordene Gesetz zum Schutz des Jangtse bei, das auch ein Fischereiverbot enthielt. Zusätzlich veranlassten die Behörden, die Wasserqualität zu verbessern und die ufernahen Bereiche zu renaturieren. Auch das Schiffverkehrsaufkommen sank.

Die Wissenschaftler verglichen in ihrer Arbeit Daten vor und nach dem Fischereiverbot. Nach dessen Inkrafttreten verdoppelte sich demnach die Fischbiomasse – diese Kennzahl gibt die Gesamtmasse an Fischen in einem Ökosystem an. Zudem stellten die Forscher fest, dass grosse Fische, die etwa weiter oben in der Nahrungskette stehen oder wirtschaftlich wertvoll sind, besonders von dem Verbot profitierten, auch weil ihre Überlebenschancen stiegen.

Seit der Gründung der Volksrepublik 1949 bis zum Inkrafttreten der Schutzvorschriften erlebte der Jangtse als wichtige Wasserstrasse auch Schattenseiten der rasanten Entwicklung der chinesischen Wirtschaft. Der Fluss durchquert Metropolen wie Chongqing, von der auch viele Flusskreuzfahrten ablegen, und Millionen-Grossstädte wie Wuhan und Nanjing – heute Zentren der chinesischen Industrie. Umweltschutz hatte in der Zeit des Aufstiegs eine untergeordnete Rolle.

Einige Tierarten sind unter diesen Bedingungen für immer verschwunden, wie die Forscher schreiben. Dazu gehören etwa der Chinesische Flussdelfin (Lipotes vexillifer) oder der Chinesische Schwertstör (Psephurus gladius). Weitere drohen demnach auszusterben.

«Wir bleiben vorsichtig optimistisch, dass diese kurzfristige Erholung der biologischen Vielfalt von Dauer sein wird», schreiben die Forscher. Sie mahnen jedoch, weiterzuforschen und die Entwicklung zu überwachen.

Der Fortschritt könnte durch eine Wiederaufnahme der kommerziellen Fischerei oder anhaltende Stressfaktoren für Lebensräume und Wasserqualität rückgängig gemacht werden, heisst es. Eine weitere Bedrohung sind Dämme wegen ihrer Durchflussregulierung. China erzeugt mit diesen in grossem Stil Strom. Der wohl bekannteste am Jangtse ist der Drei-Schluchten-Staudamm.

Kommentare

ChanLee

also bald fischgrippe aus wuhan,oder was.grüessli aus china

User #4062 (nicht angemeldet)

Man will uns noch immer überzeugen dass einer der ganz grossen CO2 Sünder auf bestem weg ist, und wir jetzt Vorbildcharakter zeigen müssen. Hat mit diesem Artikel nicht funktioniert.

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