Neue Studie: Gürtelrose-Impfung verlangsamt den Alterungsprozess
Eine Studie zeigt: Die Gürtelrose-Impfung verlangsamt den Alterungsprozess. Dafür verantwortlich ist nach neuesten Erkenntnissen die Reduktion von Entzündungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Gürtelrose-Impfung verlangsamt offenbar auch den biologischen Alterungsprozess.
- Das zeigt eine neue Studie der University of Southern California.
- Ausschlaggebend sei die Reduktion von chronischen Entzündungen durch die Impfung.
Greifen bald alle zur Gürtelrose-Impfung, um jünger zu bleiben?
Eine neue Studie von Altersforschern der University of Southern California (USC) zeigt: Die Impfung gegen Gürtelrose verlangsamt offenbar den Alterungsprozess.
Wer gegen Gürtelrose geimpft ist, hat demnach ein reduziertes Risiko für altersbedingte Erkrankungen.
Für die Studie definierten die Forschenden sieben Aspekte des biologischen Alterns, woraus sie einen Alterungsindex erstellten. Berücksichtigt wurden unter anderem Entzündungsprozesse, angeborene Immunität und Blutfluss.
3800 US-Amerikanerinnen und -Amerikaner im Alter von über 70 Jahren nahmen an der Studie teil.
Dabei zeigte die Gürtelrose-Impfung deutliche Wirkung: Menschen, die gegen das Varizella-Zoster-Virus geimpft wurden, wiesen einen niedrigeren Alterungsindex auf als ungeimpfte Vergleichspersonen.
Niedrige Entzündungswerte dank Gürtelrose-Impfung
Bemerkenswert ist, dass sich der Effekt auch bei Teilnehmenden zeigt, deren Impfung bereits über vier Jahre zurücklag. Insbesondere die Entzündungswerte fielen bei Geimpften niedriger aus.
Die Reduktion chronischer Entzündungen könnte gemäss den Forschenden entscheidend sein. Diese tragen massgeblich zu altersbedingten Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder zunehmender körperlicher Gebrechlichkeit bei.
Impfung reduziert wohl auch Schlaganfall- und Demenzrisiko
Bereits vor der Durchführung der Studie liessen Forschungsergebnisse vermuten, dass die Impfung positive Effekte auf die allgemeine Gesundheit haben könnte.
So kann die Impfung gemäss einer australischen Studie von 2021 sowohl das Schlaganfall- als auch das Demenzrisiko reduzieren.
Auch wenn die biologischen Mechanismen noch nicht vollständig verstanden seien, gelten die Erkenntnisse als vielversprechend. Um die Ergebnisse der Studie besser einzuordnen, sind weitere Studien nötig, wie Co-Autorin Eileen Crimmins in einer USC-Medienmitteilung zitiert wird.
In der Schweiz wird die Impfung grundsätzlich ab 65 Jahren empfohlen. Die Impfung umfasst zwei Impfdosen innert zwei bis sechs Monaten. Sie gilt als sicher und weist keine schweren Nebenwirkungen oder das Auftreten von Autoimmunerkrankungen auf.





















