Bitcoin

    Bitcoin gilt aufgrund des Stromverbrauchs als «Digitales Rohöl»

    Julian Blatter
    Julian Blatter

    USA,

    Aufgrund des immensen Stromverbrauchs wird Bitcoin von Forschenden als «digitales Rohöl» verglichen. Die Kryptowährung verbrauche mehr Strom als die Schweiz.

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    Der Bitcoin verbraucht mehr Strom als die ganze Schweiz. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut einer Studie verbraucht der Bitcoin mehr Strom als Österreich oder die Schweiz.
    • Das Mining wird zudem meist mit Strom aus Kohle oder Erdgas betrieben.
    • Die Autoren finden, dass der Bitcoin eher «digitalem Rohöl» als «digitalem Gold» ähnle.

    Der Bitcoin verbraucht wie viele andere Proof-of-Work-Coins (PoW) unglaublich viel Strom. Deshalb verwundert es nicht, dass die grösste aller Kryptowährungen in einer neuen Studie mit «digitalem Rohöl» verglichen. Das Paper, welches in der Fachzeitschrift «Scientific Reports» veröffentlicht wurde, zeichnet ein düsteres Bild der Kryptoleitwährung.

    Forscher der University of New Mexico schätzen den Stromverbrauch des Coins auf 75,4 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2020. Zum Vergleich: Die Schweiz verbrauchte dem Bundesamt für Energie zufolge im selben Zeitraum 55,7 TWh. In Österreich waren es 69,9 TWh Strom.

    Bitcoin, das «digitale Rohöl»

    Schätzungen der Cambridge University zufolge kommt ein Grossteil der Energie für das Mining von Kryptowährungen aus Kohle oder Erdgas. Tatsächlich sorgt der Bitcoin teils für mehr Schäden, als er selbst wert ist.

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    Der Bitcoin verbraucht mehr Strom als die Schweiz. (Symbolbild) - Keystone

    «An mehr als einem Drittel der Tage im Jahr 2020 überstiegen die Bitcoin-Klimaschäden den Preis der verkauften Münzen.» So seien etwa im Mai pro Dollar in Bitcoin 1,56 Dollar an Klimaschäden entstanden. Im Mittel verursache der Coin pro Dollar 0,35 Dollar an Klimaschäden. Mit diesem Anteil bewege sich die Kryptowährung zwischen der Rindfleischproduktion und der Benzinherstellung.

    Zudem gäbe es einen «klaren Aufwärtstrend». Mit zunehmender Reife der Branche nähmen die Klimaschäden nicht ab, sondern zu. Das Fazit der Studienautoren: Bitcoin werde von Befürwortern als «digitales Gold» angepriesen. Tatsächlich «wirkt es aus Sicht der Klimaschäden eher wie digitales Rohöl».

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